1. April 2020
Ausgabe Farmsen-Berne

Familien im Ausnahmezustand

Institutionen helfen telefonisch bei Konflikten

Lenny und Zoe machen zusammen mit ihrer Mutter am Küchentisch Hausaufgaben Foto: Grell

FARMSEN Die Krise durch das Coronavirus macht der ganzen Welt zu schaffen, und auch Familien sind jetzt besonders belastet durch die Langeweile und die Enge in der eigenen Wohnung, die normalerweise nur wenige Stunden am Tag gemeinsam genutzt wird.

Verschiedene Institutionen, wie das Familienzentrum in Farmsen und die Elternlotsen, bieten deshalb jetzt Beratungsmöglichkeiten per Telefon an, um trotz der räumlichen Distanz zu den Einrichtungen, jetzt den Kontakt zu den Familien aufrechterhalten zu können. „Die Familien kommen oft zu uns, weil wir Kurse wie Gedichte für Wichte und Erziehungsberatung anbieten“, weiß die Projektleiterin Lisa Korf, die Familien auch während der Kontaktsperre weiterhin unterstützen möchte. Durch den Ausfall einiger Jobs könne die Lage in den Familien auch finanziell eng werden.

Deshalb ist die Sozial-
beratung des Familienzentrums für diese Fragen telefonisch erreichbar. „Wir wollen den Familien das Gefühl geben, dass sie in dieser schweren Zeit nicht allein dastehen und weiter auf uns zählen können.“ Gerade alleinerziehende Mütter mit mehreren kleinen Kindern könnten schnell an ihre Grenzen gelangen, wenn
die Kinder sich langweilen und allen die Decke auf den Kopf fällt. Zoe (13) und Lenny (10) sind den ganzen Vormittag mit ihren Aufgaben beschäftigt, die ihnen die Klassenlehrerin zuschickt, während „Mama dann Homeoffice macht“. Das klappt super, und am Nachmittag geht es in den Innenhof zum Spielen. „Zum Glück haben wir den Garten“, freut sich Lenny, der dort mit seiner Schwester dann Fußball spielen oder auf Bäume klettern kann.

Wer jetzt aber nicht einmal einen Balkon hat, der ist besonders schlimm dran. „Leider sind ja auch die Spielplätze alle geschlossen. Wer deshalb Hilfe und Beratung haben möchte, weil die Zeit mit den Kindern eine zusätzliche Herausforderung ist, kann sich an das Familienzentrum wenden. Hier hören wir einfach erst einmal zu“, sagt Lisa Korf.

KiFaZ T 645 030 15/-11 Sozialberatung
T 645 030 17
Hilfen zur Erziehung:
T 645 030 20, per Mail: Kifaz.farmsen.berne@
awo-hamburg.de, Eltern-
lotsen: 0176 141 773 87
elternlotsen-nord@
drk-kiju.de

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