16. Juli 2021
Ausgabe Farmsen-Berne

Chance für den Stadtteil

Sportanlage Küperkoppel soll bebaut werden

Cem Berk und Katrin Kuhls auf dem Sportplatz Küperkoppel Foto: Glitz

TONNDORF Das Problem ist seit Jahren bekannt: In Tonndorf herrscht ein Mangel an öffentlichen Spielplätzen, an Räumlichkeiten für Kultur und Gespräche sowie an sozialen Angeboten. Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern will der Verein Zivilgesellschaft Tonndorf (ZiGe) Abhilfe schaffen.

Die Idee: Die heruntergekommene Sportanlage an der Küperkoppel soll mit Wohnungen, aber auch mit frei zugänglichen Spiel- und Sportflächen und einem kleinen Stadtteilzentrum bebaut werden. Der SV Tonndorf-Lohe soll in die Grunewaldstraße umziehen, bekäme dort einen neuen Kunstrasenplatz und ein neues Vereinsheim.

Die Umsetzung dieser Pläne dauert allerdings, beteiligt sind Bezirk, STEG und ein Investor. Jetzt geht es aber voran: Eine Online-Befragung geht gerade zu Ende. Sie soll Ideen sammeln, was im Detail an Spiel- und Sportangeboten entstehen soll. „Es gibt schon mehr als 100 Teilnehmende, die Resonanz ist überwiegend positiv“, sagt Cem Berk, SPD-Bürgerschaftsabgeordneter und Mitglied der ZiGe. Es gebe aber auch Kritik. „Es geht aber nicht um Wohnungsbau und ein bisschen Ausgleich dafür. Hier soll etwas Positives für den Stadtteil entwickelt werden“, sagt Berk.

Geplant ist ein zweistöckiges, kleines Stadtteilzentrum mit Café und Multifunktionsräumen, ein sozialer Träger soll einziehen und Kinder und Jugendliche betreuen. Für diese Idee macht sich die ZiGe auch in einer aktuellen Stellungnahme stark. „Wir wollen den Stadtteil mobilisieren, dass die Pläne auch genauso umgesetzt werden. Wir wollen keine kleine Lösung“, sagt Katrin Kuhls, Vorsitzende der ZiGe. Die Räumlichkeiten seien wichtig für den sozialen Austausch und das Miteinander in Tonndorf. Eine verbindliche Ansage zum Zeithorizont würde vor Ort zu mehr Unterstützung führen, heißt es aber auch in der Stellungnahme.

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