15. Januar 2022
Berne

Velorouten-Ampel im Gespräch

Lokalpolitik beschäftigt sich mit neuer Anlage an viel befahrener Hauptstraße

Die neue Ampel in Berne hält (erfolgreich) den Autoverkehr auf der Hauptstraße (Beim Farenland) auf Foto: tel

Berne Eine ungewöhnliche Ampelanlage ist in Berne im Zuge des Ausbaus der Veloroute 6 (Rathausmarkt–Volksdorf) an den Einmündungen der Nebenstraßen Saselheider Straße und De Beern in die viel befahrene Hauptstraße Beim Farenland entstanden.

Diese Anlage beschäftigt inzwischen auch den Fachausschuss für Mobilität und Wirtschaft (kurz „MoWi“ genannt). Sie wurde „zur Förderung des Radverkehrs“ installiert, wie auch ein dort installiertes Hinweisschild verkündet („In Zusammenhang mit dem Bündnis für den Radverkehr gefördert durch die Bundesregierung“). Radler und andere Verkehrsteilnehmer aus den Nebenstraße werden von Kontaktschleifen in den Fahrbahnen erfasst und erhalten zügig grünes Licht für Einfahrt in die Hauptstraße und die Querung.

Ein „Anlieger und Fahrradfahrer“ will nun festgestellt haben, dass die Ampelschaltung zu einem verstärkten Ausweichverkehr in die benachbarten Wohnstraßen führe. Der Kritiker spricht von einer „extremen, nicht mehr vertretbaren Verkehrsbelastung“.
Als Lösung schlägt er die Schließung betroffener Wohnstraßen wie der Saselheider Straße oder des Meiendorfer Mühlenwegs an bestimmt Stellen vor, um so den weiteren Durchgangsverkehr zu verhindern.

Unfalllage „unauffällig“

Die Lokalpolitik hat sich inzwischen fachlichen Rat bei der zuständigen Verkehrsdirektion und dem PK 38 der Polizei eingeholt. „Wir haben Zählungen durchgeführt und konnten dort eine Zunahme des Verkehrs nicht feststellen“, so ein Sprecher des PK 38 gegenüber dem Wochenblatt.

Die Unfalllage im betroffenen Bereich sei „unauffällig“, Geschwindigkeitskontrollen hätten ebenfalls keine Auffälligkeiten ans Tageslicht gebracht. Es handele sich um öffentlichen Verkehrsraum, den man nicht einfach sperren könne. „Eine Sperrung der Straße dürfte somit nur angeordnet werden, wenn die Unfallsituation oder anderweitige Erkenntnisse eine bestehende erhebliche Gefahrenlage belegen würden“, heißt es in der Stellungnahme der Polizei an die Ausschussmitglieder.

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