18. September 2021
Berne

Lienaustraße zum Leuchten bringen

Kreative Ideen am Tag des offenen Denkmals

Eindrucksvoll: der Verein KuBiZ ließ das Berner Schulhaus von 1929 leuchten Foto: pietschpictures

BERNE „Endlich geht es hier los – nach einem langen Dornröschenschlaf“, freute sich ein Anwohner über den Betrieb auf dem Gelände der alten Grundschule an der Berner Lienaustraße.

Zum diesjährigen Tag des offenen Denkmals hatte der Verein „Kultur- und Bildungszentrum Schule Berne“ (kurz: „KuBiZ“) einiges zu bieten. Denn die grundsätzliche Einigung zwischen der Stadt – in Gestalt von Finanzsenator Andreas Dressel – und dem künftigen Betreiber, der Altonaer „fux eG“ ist längst getroffen. Und so konnte KuBiZ als künftiger Hauptmieter (neben dem TuS Berne) schon etwas von dem anbieten, was nach rund fünf Jahren Dornröschenschlaf künftig geplant ist: Stadtteilkultur – Musik, Kunst, Kinderprogramm, Vereinsleben und Sport in allen möglichen Formen, dazu Infos zu den KuBiZ-Plänen für das Haus. Und viele Interessierte kamen vorbei. „Für unser Projekt, das alte Schumacher-Gebäude zu erhalten und es in ein Stadtteilzentrum umzuwandeln, haben sich sehr viele Menschen engagiert. Jetzt sind wir auf einem richtig guten Weg“, erklärte KuBiZ-Vorstandsmitglied Hilke Mellin.

Zu den Menschen, die sich von Anfang an eingebracht haben, gehört Experte Klaus Kurzweg (81), stellvertretender Vorsitzender der Fritz-Schumacher-Gesellschaft, dessen Hausführungen und Fachvorträge wieder zahlreiche Interessenten anzogen. Die Berner Künstlerin Anne Dingkuhn präsentierte großformatige Bilder, die ersten Kunstwerke, die seit der Schließung des Schulbetriebes vor Ort entstanden sind.

Auch eine Gruppe von Modelleisenbahnern stellte sich im künftigen Stadtteilzentrum vor. „Wir wollen uns hier als Mieter bewerben, suchen noch Gleichgesinnte“, erklärte Klaus Richter (65) dem Wochenblatt. Infos zu den Modelleisenbahnern gibt es unter 0151-25341939. Hilke Mellin vom KuBiZ-Vorstand zog eine positive Bilanz der beiden Tage: „Mehr als 700 Besucher insgesamt, eine gute Stimmung und viele positive Rückmeldungen.“ Ab sofort soll die „Anlaufstelle“ im Schumacher-Bau Donnerstag nachmittags möglichst immer besetzt sein.

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