24. September 2021
Rotherbaum

Viele Mitwirkende an kleinem Gebäude

Neues Wasserrettungszentrum wurde eröffnet

Schnitten zur Eröffnung eine Torte an, die dem neuen Wasserrettungszentrum nachempfunden war: Innensenator Andy Grote, DLRG -Präsident Hamburg Heiko Mählmann und Finanzsenator Andreas Dressel (v.l.)
Foto: Hanke

ROTHERBAUM  Was lange währt, wird endlich gut. Das lässt sich auch über das neue Wasserrettungszentrum neben der Wache der Wasserschutzpolizei am Alsteranleger Alte Rabenstraße sagen, das kürzlich in Anwesenheit von zwei Senatoren – Finanzen und Inneres – des Leiters der Hamburger Feuerwehr, des Präsidenten der DLRG Hamburg und des Geschäftsführers der Sprinkenhof GmbH eröffnet wurde.
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Fünf Jahre sind seit der Erteilung der Baugenehmigung vergangen. Viele Institutionen und Architekten mussten mitwirken, um das nicht gerade große Gebäude aus roter Ton-Keramik auf einer Fläche von 110 Quadratmetern zu errichten. Der eingeschossige Bau wurde auf die Asservatenkammer der Wasserschutzpolizei neben deren Wache gesetzt, um möglichst wenig Fläche zu versiegeln. Dabei ragt der Neubau stützenfrei über den Unterbau hinaus. Eine beachtliche Leistung der Hamburger Architektin Sibylle Kramer. Daneben entstand eine Slipanlage, die es den Rettungskräften ermöglicht, zusätzliche Boote schnell zum Einsatz auf dem Wasser zu bringen. Das neue Zentrum wird von der großen Fensterfront des Dienstraumes geprägt. Rückwärtig entstanden ein Ruheraum und Umkleiden, die die ehrenamtlich tätigen Rettungskräfte der DLRG (Deutsche Lebensrettungsgesellschaft) an der Alster bisher schmerzlich vermisst hatten, sowie Technik- und Lagerräume. Auf Vorschlag von Bodo vom benachbarten Bodo´s Bootssteg ist außerdem eine öffentliche Behinderten-Toilette in das Gebäude eingebaut worden, für die ein Platz im Bereich des WC´s unter dem Anleger Alte Rabenstraße gefunden werden musste.
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Diese komplexe Architektur verzögerte den Bau ebenso wie der Widerstand einer Anwohnerinitiative gegen den Neubau, der ihrer Ansicht nach architektonisch nicht zum Alsterufer passte. Innensenator Andy Grote konnte sich nicht daran erinnern, dass bisher so viele verschiedene Menschen an einem so kleinen Gebäude mitgewirkt haben. Er betonte, wie wichtig es sei, dass die DLRG nun eine feste Station an der Alster habe und lobte den „schönen Baukörper“. Für Finanzsenator Andreas Dressel ist das Wasserrettungszentrum „ein echtes Plus für die Sicherheit auf dem Wasser – und ein Plus für die ehrenamtlichen Retter, die hervorragende Einsatzbedingungen vorfinden.“ Neben der DLRG wird auch die Feuerwehr, der offizielle Mieter des Gebäudes, das an die städtische Sprinkenhof AG verpachtet wurde, und die freiwillige Feuerwehr sowie womöglich weitere rettende Institutionen den Neubau nutzen.
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Heiko Mählmann, der Präsident der DLRG Hamburg, fasste zusammen: „Alle in einem Boot – für die Wassersicherheit der Hamburger Bürger.“ Finanziert wurde der Neubau durch die Stadt Hamburg.

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