15. Juli 2022
Rotherbaum

Stadtplatz statt Parkplatz

Allende Platz ist neu gestaltet

Freuten sich über die Umgestaltung des Allende Platzes: Bezirksamtsleiter Kay Gätgens, Senatorin Dorothee Stapelfeldt und Projektleiterin Andrea Zsofi (v.l.) auf einer der neuen Sitzinseln Foto: ch

ROTHERBAUM Die Umgestaltung des Allende Platz ist fertig. Nach dreimonatiger Bauzeit weihten Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeldt und Kay Gätgens, der Leiter des Bezirksamtes Eimsbüttel, den neu gestalteten Platz ein.

Insbesondere die Westseite vor „Pferdestall“, Pony Bar und Abaton Kino erstrahlt in neuem Glanz. Der Bereich für den Fußverkehr wurde erheblich vergrößert. Sieben aus Holz gefertigte Sitzinseln, in deren Mitte jeweils eine Felsenbirne gepflanzt wurde, laden nun zum Verweilen ohne Verzehrzwang ein. Damit wurde ein Wunsch der Anwohner eingelöst. „Der Bedarf wäre größer gewesen, aber mehr gibt der Platz nicht her“, erläuterte Projektleiterin Andrea Zsofi. Aber auch die Außengastronomie von Pony Bar und Abaton Bistro profitiert von der „grünen Terrasse“ vor ihren Räumen. 16 Parkplätze wurden dafür aufgegeben.

Das Abstellangebot für Fahrräder wurde erheblich erweitert. Auf und um den Platz verteilt finden sich jetzt 52 Fahrradbügel für 102 Räder (vorher 35 Fahrradbügel für 70 Räder). Die Stadtradstation an der Ecke Grindelhof wurde um fünf Räder erweitert: 16 statt bisher elf, und ebenerdig mit dem Fußweg Grindelhof angeordnet.

Die Ostseite des Allende Platz wurde dagegen kaum verändert, da der angrenzende Josef-Carlebach-Platz wegen des Neubaus einer Synagoge dort in den kommenden Jahren erheblich verändert werden könnte. Hier bleibt der Parkplatz mit 24 Plätzen. Die vier Behinderten-Parkplätze bleiben bestehen.
Die Schranke, die den Allende Platz vom Uni-Campus absperrte, wurde durch versenkbare Polier ersetzt. Radler/-innen, die sich bisher an der Schranke vorbeischlängeln mussten, gelangen nun zwischen den Pollern wesentlich bequemer in den Von-Melle-Park. Dorothee Stapelfeldt und Kay Gätgens zeigten sich sehr zufrieden mit der Umgestaltung, empfanden sie als „gut gelungen“. Aus einem „Parkplatz einen Stadtplatz“ machen, sei die Aufgabe gewesen, so Gätgens.

Die Umgestaltung kostete 552.000 Euro und erfolgte im Rahmen eines 10-Millionen-Euro-Programms zur Sanierung von Stadtplätzen in Hamburg, das mittlerweile 12,5 Millionen Euro umfasst.

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