13. November 2021
Rotherbaum

Im „Pferdestall“ trat Naphthalin aus

Sanierung betroffener Räume wird geplant

Im ältesten Gebäude der Universität sorgten Naphtalin-Ausdünstungen für Beschwerden Foto: Hanke

Im ältesten Gebäude der Universität sorgten Naphtalin-Ausdünstungen für Beschwerden Foto: Hanke

ROTHERBAUM Im Uni-Gebäude Allende Platz 1, nach seiner früheren Nutzung als Pferdestall bekannt, riecht es schon seit Jahren nach Mottenpulver. Räume wurden 2017 gesperrt, weil Nutzer/-innen über Kopfschmerzen und Unwohlsein klagten.

Naphthalin war ausgetreten, ein gesundheitsschädlicher und umweltgefährlicher farbloser Feststoff. Er stammt, wie nun bekannt, aus einer bituminösen Sperrschicht im Fußboden, der noch zu den Zeiten verlegt wurde, als in dem Gebäude Pferde und Fuhrwerke untergebracht waren. Es wurde 1908 erbaut und 1928 an die Stadt Hamburg verkauft, die es der 1919 gegründeten Universität zur Verfügung stellte.
Grenzwert überschritten

Untersuchungen der Stabsstelle Arbeitssicherheit und Umwelt und des Gebäudemanagements der Universität ergaben, dass ein Belastungsgrenzwert überschritten wurde und der Fußbodenaufbau in den besagten Räumen entfernt werden muss sowie weitere Maßnahmen erforderlich sind. Krankheiten verursacht das Naphthalin offenbar nicht. Das Gebäudemanagement Hamburg wird nun die Sanierung der betroffenen Räume planen und umsetzen. 2022 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Alle betroffenen Nutzergruppen wurden in anderen Gebäuden untergebracht.

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