10. September 2021
Rotherbaum

Gymnasium Rotherbaum startet

Digitalisierung, Beteiligungskultur und Sport sind Schwerpunkte

In das 1908–1909 errichtete Schulgebäude Bundesstraße 58 wird voraussichtlich 2023 das neue Gymnasium Rotherbaum einziehen
Foto: Hanke

ROTHERBAUM Eine neue Schule in Rotherbaum: kürzlich wurde das Gymnasium Rotherbaum gegründet, das zunächst provisorisch im sogenannten Fröbelhaus, Bundesstraße 41, untergebracht ist, und nach Umbau in das Schulgebäude Bundesstraße 58 umziehen wird.
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Damit wird in das 1908–1909 vom damaligen Hamburger Bauinspektor Albert Erbe (baute auch das Museum am Rothenbaum) entworfene Schulgebäude an der Ecke Bundesstraße / Beim Schlump, das zuletzt von einer beruflichen Schule genutzt wurde, wieder ein Gymnasium einziehen. Es war für die Heinrich-Hertz-Schule erbaut worden, die 1937 nach Winterhude umzog.
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Die Gründung eines neuen Gymnasiums im Bereich Rotherbaum / Harvestehude / Eimsbüttel war notwendig geworden, da die vierzügig ausgelegten Gymnasien der Umgebung (Helene-Lange, Emilie-Wüstenfeld, Kaiser-Friedrich-Ufer) „über Kapazität angewählt“ werden und daher seit Jahren fünf Eingangsklassen einrichten müssen. Viele neue Wohnungen und die damit verbundenen Zuzüge von jungen Familien werden als Gründe dafür angesehen.
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Schwerpunkte in dem dreizügig geplanten neuen Gymnasium werden die Digitalisierung, „eine ausgeprägte Beteiligungskultur“ und der Sport sein. Das Gymnasium Rotherbaum wird als sportbetonte Schule ganztägig mit der Kinder- und Jugendförderung des Eimsbüttleler Turnverbands (ETV) zwei Vollzeitbeschäftigte, eine Teilzeitkraft. Das Gymnasium Rotherbaum besteht derzeit aus zwei fünften Klassen mit 50 Schülerinnen und Schülern. Elf Lehrkräfte unterrichten, zwei Vollzeitkräfte, eine Teilzeitkraft sowie Lehrkräfte aus anderen Schulen.

Umbau macht dreizügige Strukturen möglich

Das künftige Schulgebäude wird nun umgebaut, erhält die „räumliche Struktur, die ein dreizügiges Gymnasium erfordert“, so Luisa Wellhausen, Sprecherin der Schulbehörde. Der Denkmalsschutz war in die Planungen involviert. Die IT-Infrastruktur ist bereits fertiggestellt. Mit Beginn des Schuljahres 2023/24 soll der Umbau abgeschlossen sein. Über die Kosten können noch keine Angaben gemacht werden.

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