8. Oktober 2021
Gross Borstel

Stadtteilrundgang durchs RISE-Gebiet

Potenziale ausloten für lebendigen Stadtteil

Kooperieren im RISE-Programm: Antje Germer und Jan Krimson
Foto: Haas

GROSS BORSTEL Zum Tag der Städtebauförderung unternahmen kürzlich Interessierte einen Rundgang durchs RISE-Fördergebiet. Es gab Informationen über den aktuellen Stand der Planungen, die bis 2027 realisiert werden sollen. Bis Ende 2021 steht ihre Finanzierung. Jan Krimson, Gebietsmanager von der Stadtentwicklungsgesellschaft (SteG), und Antje Germer vom Bezirksamt Nord standen vor Ort ausführlich Rede und Antwort.
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Los geht es am Pop-up-Stadtteilbüro an der Borsteler Chaussee 102, gleich neben dem Feierabendstau. Kann hier statt der Blechlawinen eine lebendige Stadtteilmitte entstehen? „Ein Rückbau der Durchgangsstraße wird schwierig“, seufzt Antje Germer. Die Studie zur Planung der Verkehrsentwicklung laufe bereits, ebenso Gespräche mit der Verkehrsbehörde.
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Gegenüber liegt die Carl-Götze-Schule, die von 2022 an erweitert wird. Während der einjährigen Bauzeit ist die Freifläche am Brödermannsweg vor dem SV Groß Borstel den Baucontainern und -materialien vorbehalten, die Neugestaltung des Platzes erst danach denkbar. Unterwegs deutet Krimson auf leer stehende Geschäfte: Apotheke und Fleischerei sind verwaist. „Wegen einer Neunutzung könnten uns die Eigentümer gerne ansprechen“, sagt Krimson. „Potenziale ausloten“: Das gelte auch in der Grünzone am Roggenbuckstieg: Der Bolzplatz sei ausbaufähig, Fitnessflächen denkbar wie in der Erweiterung von Pehmöllers Garten. Im denkmalgeschützten Stavenhagenhaus sieht Krimson ebenfalls Potenziale für den Ausbau zu einem lebendigen Stadtteiltreff. Es gibt viel zu diskutieren bei einsetzender Dämmerung: Der Herbstsche Park, der Anni-Glissmann-Weg zum Tarpenbeker Ufer oder das alte Trafohaus am Eingang der Borsteler Chaussee kamen diesmal zu kurz.

www.lebendigesgrossborstel.de

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