8. Mai 2021
Gross Borstel

Pehmöllers Garten wird Grünanlage

Historischer Lustgarten für alle Bürger

Park

Egbert Willing (l.) und Bernhard Kinkel vor der uralten Buche wohl aus Pehmöllers Zeit Fotos: Haas

GROSS BORSTEL Am Ende einer bewegten Geschichte fehlt in Pehmöllers Garten nur noch mehr Regen. Zur Eröffnung besuchten kürzlich Bezirksamtsleiter Michael Werner-Boelz und Umweltstaatsrat Michael Pollmann die neue Grünanlage. Kosten der Instandsetzung: 340.000 Euro.

Nur ein Rest zeugt vom „Lustgarten“, den Senator Christian Nikolas Pehmöller ab 1825 gestalten ließ. Auch spätere Eigentümer pflegten den Sommersitz. Die Villa an der Borsteler Chaussee wurde 1971 abgebrochen. Bis 1976 bewohnte die letzte Eigentümerin einen Bungalow im Garten, der Eigentum der Strüver-Erben wurde. Ein Senatsbeschluss 1992 sicherte den Fortbestand des Kleinods. Von wechselnden Besitzern vernachlässigt, erwarb die Stadt 2018 die Brachfläche, ließ eine Unterkunft für Geflüchtete an der Papenreye bauen. Der auf 9500 m2 verkleinerte Restgarten zwischen Wohnunterkunft und Gewerbehof an der Stavenhagenstraße steht ab sofort der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Überragende Bedeutung

Jetzt mehr denn je seien städtische Grünanlagen „von überragender Bedeutung“, betonte Michael Pollmann und inspizierte mit dem Bezirksamts-Chef den Garten: neue Wege, junge Obstbäume an der Borsteler Chaussee, Sitzbänke am Teich, die Brombeerhecke am Teichufer als Vogelversteck. Indessen schauen Egbert Willing und Bernhard Kinkel, im Bezirksamt zuständig fürs Stadtgrün, besorgt nach unten und warten auf Regen, damit die Aussaat auf dem eingearbeiteten Boden aufgeht. Auch der nur vom Grundwasser gespeiste Teich hätte Regen nötig. Urwüchsige Bäume treiben bereits aus. Zwei mächtige Buchen sowie einige Eichen stammen wohl noch aus Pehmöllers Zeit.

Baum
Stammt wohl noch aus Pehmöllers Zeit: die uralte mächtige Buche

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