3. Juli 2021
Gross Borstel

Ossara stemmt die Corona-Challenge

Online-Bildung wurde zum Erfolg

Es gibt so viel zu tun: Nicolas Moumouni trifft Projektkoordinatorin Maischa Klug
Foto: Haas

GROSS BORSTEL Ossara bedeutet „Alles wird gut“. Für den Verein gleichen Namens, seit 2019 mit Sitz im SV Groß Borstel, war die Pandemie eine Herausforderung – mit neuen Chancen.
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„Wir haben sogar mehr geschafft im In- und Ausland.“ Optimistisch zeigen der Vorsitzende Nicolas Moumouni und Maischa Klug, seit Februar neue Projektkoordinatorin, den Ossara-Jahresbericht 2020. „Wir konnten auf Anforderungen der Pandemie schnell reagieren und viele Angebote in der Stadtteilarbeit digitalisieren“, sagt Nicolas.
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Nur wenige Projekte für Geflüchtete und Migranten liefen vor Ort, beim SV Groß Borstel, wie der Selbstverteidigungskurs für Frauen. Der Schwimmkurs musste pausieren. Wöchentlich bietet Ossara weiter Sprachförderung, Prüfungsvorbereitung und Bewerbungstrainings an, die Eintrittskarte für Geflüchtete und Migranten in den Arbeitsmarkt. „Der Sprachkurs und die Sichtung von Bewerbungsunterlagen läuft online sogar besser“, erklärt Maischa.
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Auch telefonische Beratung sei gefragt. Hausaufgaben- und Ferienbetreuung für Kids müssen noch warten. Im August sei ein Sommerfest im Stadtpark geplant. Auch Ossara-Projekte in Togo und Benin liefen weiter. Nicolas berichtet über die Sanierung von Schulen, Gesundheitsprojekte und neue Brunnen für sauberes Trinkwasser.
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Gedeihliches Zusammenleben von Menschen aller Hautfarben ist das Vereinsanliegen. „Nach dem Tod von George Floyd und ‚Black Lives Matter‘ entstand hier die Arbeitsgruppe Anti-Schwarzer Rassismus.“ Ossara unterstütze das Netzwerk und dessen Forderungen mit bundesweiter Beachtung. Auch in der Migrationswoche der Diakonie vom 23. bis 29. August wird Ossara dabei sein. Zudem bietet der Verein Workshops an: „Über Alltagsrassismus reden“.

Info: www.ossara.de

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