5. August 2022
Gross Borstel

Eine Bankgeschichte im schönen „Dorf“

Bezirksamt wird aktiv – wenn auch zögerlich

Wolfgang Jäger setzt sich auf das Streitobjekt: „Das morsche Holz wird gerade von der Natur zurückerobert.“ Fotos: Haas

GROSS BORSTEL   Noch sei er „leider nicht altersmilde“, sagt Wolfgang Jäger (75). Im April 2021 hatte er dem Bezirksamt Nord drei Probleme rund um Sitzbänke gemeldet, mit gemischtem Resultat.

Eine Bank wurde inzwischen neu aufgestellt, für die neue Sitzgelegenheit vor der Arztpraxis an der Borsteler Chaussee 177 dankte Jäger herzlich. Doch nach über einem Jahr fehle noch immer eine Bank zwischen Jakob-Junker-Haus und der Borsteler Mitte. Die sei in der Chaussee besonders vonnöten für Senioren und Menschen mit Handicap. Als ehrenamtlicher Mitarbeiter der Borsteler Tafel beobachtet Jäger, dass auch seine „Kun-den“, unterwegs mit schweren Tüten, eine Sitzpause brauchen.

Der dritte Fall sei nach wie vor strittig: Neben der Eisdiele am Warnckesweg gammelt eine Bank. „Sie steht auf Privatgrund, somit sind wir vom Management des öffentlichen Raumes hier nicht zu-ständig“, heißt es von Amts wegen. Wolfgang Jäger zeigt auf die morschen Massivholzleisten auf dem Stahlbetongestell. Die Bank stelle eine erhebliche Gefährdung dar. Nach Jägers Recherche hat der Eigentümer des an-grenzenden Grundstücks diese Bank nicht aufgestellt, sondern die Stadt. Die Bank hätte den Eigentümer nicht gewechselt, nur weil ihre Betonfüße zwei Zentimeter über die Grundstücksgrenze reichen. „Soll sie etwa weiter modern bis zur juristischen Klärung, wer auf öffentlichem Grund für Verkehrssicherheit zuständig ist?“, fragt Wolfgang Jäger. „Eine pragmatische Lösung ginge schneller, vielleicht aus RISE-Mitteln?“

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