15. April 2022
Gross Borstel

Der Stand der Planungen

Petersen-Park Info-Abend über Bauprojekt

Bereit zum Start der Bauarbeiten: das alte Strüvergelände nach Rückbau und Planierung
  Foto: Haas

GROß BORTSTEL   Der Kommunalverein hatte eingeladen: In der Kirche St. Peter diskutierten kürzlich Alteingesessene über Fragen zum Neubaugebiet Petersen-Park. Architekt und Investor Jens Heitmann stand Rede und Antwort, unterstützt von Karin Kucznierz, Projektleiterin des Bauträgers Otto Wulff.

„Dieser Abend war gut, um zu wissen, was die Leute bewegt“, resümiert Heitmann. Er lebt im Stadtteil. Erstes Thema waren befürchtete Verkehrsprobleme am Niendorfer Weg: durch den Baubetrieb ab Herbst, später durch wachsenden Autoverkehr der künftigen Bewohner. Die Neuanlage von 75 Parkplätzen, quer oder schräg zur Fahrbahn angeordnet, gefährde Radfahrer durch rückwärts ausparkende Pkw, betonte Jörg Lewin (SPD) vom Regionalausschuss, auch Blechschäden seien vorprogrammiert. Architekt Heitmann verwies auf durchdachte Pläne: Der Autoverkehr der künftigen Nachbarn erfolge aus Tiefgaragen zu drei Ausfahrten an Papenreye, Stavenhagenstraße und Niendorfer Weg. Aktuelle Parkplätze der Bewohner am Strüverweg würden nur an die andere Straßenseite verlegt und zurückversetzt, damit der Niendorfer Weg zweispurig zu befahren sei: wichtig für eine zukünftig erhöhte Busfrequenz.

Geplant sind 440 Wohnungen auf vier Baufeldern bis Ende 2023, davon 170 geförderte Wohnungen im „Hybridriegel“, mit Seniorenapartments, im Erdgeschoss eine Kita. Dahinter entsteht eine Montessori-Schule. Unter Beifall stellten sich die Monaddrei-Leitung und zwei Lehrerinnen vom Schäferkamp vor. Der Radweg ist vom Tisch: Kinder radeln künftig durchs verkehrsberuhigte Wohngebiet. Auch an Prosperos Restaurant „Al Baffo“, das dem Bauprojekt weichen musste, erinnerte Heitmann: Sein Platz im Quartier sei reserviert. Weitere mit Wohnen verträgliche Gewerbebetriebe sind geplant. Heitmanns Vision: „Hier entsteht ein Dorf, dessen Bewohner auf kurzem Weg zur Arbeit gehen.“

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