26. August 2023
Eppendorf

Verschwunden und wenig bekannt

Geschichtswerkstatt lädt zu einer Kultour durch Eppendorf ein

Kultour

Klaus Kolb erläutert bei seinem ersten Stopp die Geschichte von Onkel Pö´s Carnegie Hall Foto: Geschichtswerkstatt Eppendorf

EPPENDORF ppendorf ist kulturell wahrlich kein unbeschriebenes Blatt, auch wenn es viele Kult(ur)stätten nicht mehr gibt und so manche renommierte Personen von kultureller Bedeutung hier nicht mehr leben.

„Verschwundenes und wenig Bekanntes“ aus der Eppendorfer Kulturszene erläutert Klaus Kolb, Mitgründer und langjähriger Leiter des Kulturhauses Eppendorf (heute Kunstklinik), am Sonntag, 3. September, ab 15 Uhr auf seiner KulTour, veranstaltet von der Geschichtswerkstatt Eppendorf.

Auf dem Spaziergang von 105 Minuten Länge stellt Kolb einen Musikclub, ein Kino und Theater, ein noch heute existierendes Wohnprojekt sowie einen Musiker und Komponisten und eine bildende Künstlerin vor. Interessierte treffen sich um 15 Uhr an der Ecke Eppendorfer Weg / Lehmweg. Schon klar warum.

Hier begeisterte Onkel Pö´s Carnegie Hall, die „Karnickelhalle“, 1970 bis 1985, mit einem kreativen Mix vieler Musikrichtungen. Es ist die erste Station der KulTour.

Im Pö wurden Stars aus nah und fern geboren: Udo Lindenberg, Otto Waalkes, Al Jarreau, U2 und und und….Von dort geht’s zum Eppendorfer Baum. Wo heute ein Supermarkt steht, entstanden 1913 die Harvestehuder Lichtspiele, ein Kino mit 900 Plätzen, das in den 1960er Jahren ins Künstlertheater umgebaut wurde. Hildegard Knef, Maria Schell, Barbara Rütting und Harald Juhnke standen hier auf der Bühne. Station Nr. 3: das Wohnprojekt Hayn- Ecke Hegestraße, erkämpft von Studierenden gegen Abrissplan in den 1970er Jahren.

Kolb erinnert außerdem an den deutsch-russischen Komponisten und Pianisten Alfred Schnittke, der ab den 1960er Jahren die europäische Musiklandschaft prägte und Beim Andreasbrunnen wohnte, und an die herausragende bildende Künstlerin jüdischer Herkunft, Eva Heese, die in der Isestraße geboren wurde. Gedenktafeln an ihren Wohnhäusern erinnern an die beiden Künstler.

Die Teilnahme kostet 6 Euro pro Person. Anmeldungen unter Tel. 780 50 40 30 oder
kontakt@geschichtswerkstatt-eppendorf.de

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