21. Januar 2023
Eppendorf

Schutz für Hamburgs Wappentiere

Geflügelpest gefährdet auch die 120 Alsterschwäne

Schwan

120 Höckerschwäne, seit Dezember im Winterquartier, müssen wieder mal ins Mega-Zelt Foto: Haas

EPPENDORF Alle Jahre wieder gefährdet die Geflügelpest Wildvögel in ganz Hamburg. Die Alsterschwäne im Winterquartier am Mühlenteich leben deshalb jetzt vorsorglich im eilends aufgebauten Mega-Zelt.

Bei ihren Einsätzen musste Schwanenvater Olaf Nieß mit seinem Team wieder Vogelkadaver bergen. Das Hygieneinstitut überwacht solche Fälle toter Vögel ganzjährig und übersandte Proben ans Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems. Das FLI bestätigte die hochpathogene Virusvariante H5N1 in elf Fällen.

Stallpflicht für Hühner & Co.

Der auch für Schwäne hochgefährliche Virustyp grassiert bereits seit Juni 2022. In Hamburg gilt seit 12. Januar für Geflügelhaltungen wieder die Stallpflicht mit Wahrung von Hygienemaßnahmen: für Hühner, Trut-, Perl- und Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten und Gänse. Zudem sind die Aufnahme von Tieren und Teilnahme an Ausstellungen verboten: Durch Kontakt zu infizierten Vögeln oder infektiösen Kot wird das Virus verbreitet.

Wer tote Vögel im Stadtgebiet findet, soll den Fundort an die Fachämter für Verbraucherschutz, Gewerbe und Umwelt in den Bezirken melden. Die Kadaver werden eingesammelt und untersucht.

Hamburgs Wappentiere genießen seit 1664 den Schutz des Senats. Schwanenvater Nieß und sein Team versorgen die Schwäne, wie schon in den letzten Jahren, in ein em Zelt, das mit Stroh und einem Wasserbecken ausgestattet ist. Wie berichtet, ist der Bau des lange geplanten Schwanenhauses überfällig.

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