11. März 2022
Eppendorf

Hunde sorgen für Ärger um Spielplatz

Anwohner wenden sich an Regionalausschuss

Hier sind Hunde verboten: Vier große Schilder weisen darauf hin rund um Wiese und Spielplatz Foto: Hanke

EPPENDORF  Daueralarm auf dem Spielplatz zwischen Christoph-Probst-Weg und Kegelhofstraße. Die kleinen Gäste werden des Öfteren von Hunden verschreckt, die über den Spielplatz laufen und dort auch mal ihre Notdurft verrichten.

Auf der angrenzenden Wiese über einer Tiefgarage tummeln sich oft Hundebesitzer/ -innen mit ihren geliebten Vierbeinern. Unangeleint, obwohl es sich nicht um eine Hundeauslauffläche handelt. Im Gegenteil, an allen vier Eingängen zu der Grünfläche sind große Schilder aufgestellt, die darauf hinweisen, dass Hunde auf dem Kinderspielplatz nichts zu suchen haben. Da die Wiese aber von dem Spielplatz nicht abgegrenzt ist, laufen unangeleinte Hunde eben immer mal zwischen Schaukel und Klettergerüst umher.

Anwohner/-innen haben sich nun mit einer Eingabe an den Regionalausschuss Eppendorf / Winterhude gewandt. „Ärgerlich ist dabei, dass die Hunde zum Teil auf den Spielplatz geflitzt kommen, dabei hinter den zum Teil verängstigten Kleinkindern herrennen, sich Spielzeug (Schaufeln, Bälle usw.) schnappen, damit wegflitzen oder in den Sand urinieren oder an den dortigen Pflanzen und/oder Spielgeräten ihr Geschäft verrichten“, schreibt Anwohner Stefan Bohlen, langjähriges Mitglied der CDU-Fraktion in Gremien des Bezirks Hamburg-Nord. Schon seit Langem wird dieser Zustand von Anwohnern mit Kindern beklagt. Doch sowohl
Bezirksamt als auch Polizei und Hundekontrolldienst sehen sich aufgrund von zu wenig Personal in der Lage, Spielplatz und Wiese wirksam zu kontrollieren. Bohlen hatte vor zwei Jahren bereits einmal eine Anzeige gegen Unbekannt gestellt, nachdem ein Hund nach seiner Tochter geschnappt hatte. Das einzige Ergebnis war damals das Aufstellen der Hunde-verboten-Schilder.

Bohlen fordert nun einen besseren Schutz des Spielplatzes mit Toren und hüfthohen Zäunen, die die natürliche Abgrenzung zu der „Hundewiese“ durch Hecken und eine kleine Mauer ergänzen sollten, Kontakt zum vermeintlichen Besitzer der Tiefgarage, dem auch die Wiese gehören könnte, um ihn zu Schutzmaßnahmen für den Spielplatz zu veranlassen und eine Aufforderung an Polizei und Hundekontrolldienst, ihr Personal zu verstärken. Außerdem setzt sich Bohlen, wie seit Jahren bereits die CDU, für eine Wiedereinführung des Bezirklichen Ordnungsdienstes (BOD) ein, der vor Jahren abgeschafft worden war. Die CDU und die Linken votierten dafür, aus Bohlens Forderungen sofort einen Antrag zu formulieren. Die Mehrheit aus Grünen und SPD plädierte für Vertagung, da die Eingabe „zu kurzfristig“ an sie herangetragen worden sei. Das empörte den Sprecher der Linken im Ausschuss, Keyvan Taheri, der die Vertagung „vollkommen unbegreiflich“ fand: „Es geht hier um die Sicherheit von kleinen Kindern!“

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