9. Juni 2022
Eppendorf

Gemeinde hat den Kongo im Blick

Praktizierte Nächstenliebe in St. Martinus

Kirche

Die St. Martinus Gemeinde engagiert sich im Kongo  Foto: privat

EPPENDORF Seit Jahren engagiert sich die St. Martinus-Eppendorf im Kongo. Die Partnergemeinde im Süd-Kivu traf es in den vergangenen Monaten recht schwer.

Auch wenn eher wenige Infektionen mit Covid-19 im Vergleich zu Europa nachgewiesen wurden, leiden die Menschen erheblich unter den Auswirkungen der Bedingungen, die zur Bekämpfung des Virus galten. Es gab strenge Ausgangsbeschränkungen, so dass sie ihrer Arbeit nicht mehr nachgehen konnten und somit kein Einkommen hatten. Dafür explodierten die Preise für Lebensmittel. „Wir müssen einfach sagen, unsere Geschwister hungern“, teilt Antje Holst im Gemeindebrief mit.

Erschwerend hinzu kamen Naturkatastrophen wie Überschwemmungen, die ganze Dörfer und Straßen wegspülten, Brände, bei denen Häuser vernichtet wurden und der Vulkanausbruch in Goma, der Menschen wieder auf die Flucht trieb. „Durch finanzielle Soforthilfen in Höhe von 8200 Euro konnten wir ein wenig die Not mildern. Erfreuliches können wir über die Schulmilchspeisung in Bizimana berichten, diese läuft kontinuierlich durchs Jahr und wird dankbar angenommen.“ Der Bau einer Gesundheitsstation in Shabunda schreitet weiter voran, auch wenn es zu Rückschlägen durch Unwetter kam. Nur noch ein paar Bleche fehlen, um das Dach zu decken. Ein geplanter Besuch im Januar musste aufgrund der Corona-Pandemie verschoben werden, soll aber im Sommer nachgeholt werden.

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