8. April 2020
Eppendorf

Ehrenamtlicher Lieferservice gestartet

Hochbetrieb trotz Abstand beim Borsteler Tisch

Ehrenamtlicher Lieferservice: Gunnar Sadewater und Sybille Stauch starten ihre erste Tour Foto: Haas

GROß BORSTEL Rund ums Jakob-Junker-Haus herrscht Hochbetrieb, im angesagten Abstand. „Unsere erweiterte Lebensmittelausgabe wird von Bedürftigen gut angenommen.“ Maren Siewert freut sich, die Chefin des Männerheims der Heilsarmee leitet auch den Borsteler Tisch. Auch der neue Lieferservice nach Hause werde jetzt gerne beansprucht.

Das Hamburger Wochenblatt wirkt: Nach dem Bericht in der Vorwoche hätten sich gleich zahlreiche Anrufer gemeldet, berichtet Maren Siewert. Indessen unterstützen die Ehrenamtlichen Wolfgang Jäger und Bernd Meyer weiter die Helfer des Hauses. Wie berichtet, kann die Lebensmittelausgabe weiter stattfinden: Mittwochs und donnerstags, jetzt eben vor dem Haus, sind bereits gepackte Tüten erhältlich. Indessen verstauen Gunnar Sadewater und Sybille Stauch Stofftüten voller Lebensmittel in einem Airport-Vorfeldbus, beide tragen den genähten Mundschutz. „Wir übernehmen gerne diesen ehrenamtlichen Lieferservice“, erklärt der Referent für Nachbarschaftskommunikation beim Flughafen Hamburg. Dort läuft aktuell Kurzarbeit. Wegen der Corona-Pandemie wurden zahlreiche Flüge annulliert, der Bus ist gerade entbehrlich.

Gute Geister oder goldene Engel

Nach der Aktion zieht Sadewater ein fröhliches Fazit: „Unser erster Lieferdienst war ein voller Erfolg: 13 Bedürftigen aus der Risikogruppe haben wir eine Freude gemacht. Sie konnten sich teilweise lange Wege nach Groß Borstel sparen.“ Oft wurden sie als „gute Geister“ oder „goldene Engel“ verabschiedet: Damit sei die Aktion mehr als gelungen. „Wir freuen uns schon auf den kommenden Mittwoch. In diesen Zeiten ist Solidarität unser größtes Gut. Und wir halten dem Borsteler Tisch mit unserem Lieferdienst die Treue.“

Kunden von Risikogruppen, die eine Lieferung brauchen, melden sich dazu bitte bei Maren Siewert: T 514 314 12

 

Borsteler Urgesteine und Netzwerker: Bernd Meyer und Wolfgang Jäger unterstützen die Lebensmittelausgabe: Jetzt vor dem Jakob-Junker-Haus Foto: Haas

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