18. Juni 2022
Eppendorf

Aus für die Kita St. Martinus

Eine Sanierung des Hauses ist zu kostspielig

Kita

Sanierung zu teuer: Die Kita St.Martinus wird zum 31. Juli die „Blaue Villa“ an der Tarpenbekstraße räumen Foto: Hanke

EPPENDORF Die Kindertagesstätte St. Martinus schließt zum 31. Juli. Die „Blaue Villa“, ein schöner Altbau in der Tarpenbekstraße, in der die Kita seit 1966 untergebracht ist, hatte schon immer mit Feuchtigkeit im Boden zu kämpfen, da sie auf ehemaligen Moorgrund steht.

Eine Sanierung ist nicht mehr finanzierbar, da die zuständige Behörde daran die Einhaltung neuer baulicher Standards knüpft. „Zum Beispiel müssten die Treppenstufen höher werden“, erzählt Pastor Ulrich Thomas von der St. Martinuskirchengemeinde. Die Gemeinde hatte die Trägerschaft für die Kita 2006 an den Kirchengemeindeverband Evangelischer Kindertagesstätten im Kirchenkreis Hamburg-Ost abgetreten.

St. Martinus blieb aber unverändert für die Kinderandachten, für Seelsorge und für religionspädagogische Projekte zuständig. Die Eppendorfer Kirchengemeinde gibt damit ihr Kita auf, für Ulrich Thomas eine „bittere Entscheidung“.

Die Kita-Kinder werden voraussichtlich auf die Kitas der drei anderen Alsterbundgemeinden St. Peter / Groß Borstel, Paul-Gerhardt / Winterhude und Martin-Luther / Alsterdorf verteilt. Je nach Wohnort vielleicht auch auf andere Kirchengemeinden. Die Mitarbeiter/-innen sollen in anderen Einrichtungen des Kirchengemeindeverbands, möglichst in umliegenden Gemeinden, neue Arbeit finden. Noch unklar ist die Zukunft der „Blauen Villa“. Neue „gute Nutzungsidee“ für das Haus oder Verkauf?

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