25. März 2022
Eppendorf

Ärger um illegal gelagerte Boote

Wieso ist Bezirksamt Eimsbüttel erfolgreich?

Allein ein Dutzend Boote zwischen Oderfelder Straße und Hegestieg zählte Reinhard Barth
Foto: privat

EPPENDORF  Zahlreiche Boote lagern an Ufern von Fleeten rund um die Alster, wie kürzlich berichtet. Zum Bericht über das behördliche Trauerspiel um wild geparkte Boote schrieben Leser ihre Meinung.

Darunter auch Reinhard Barth: „Auch am Isebek-Kanal liegen Boote zwischen den Bäumen, allein ein Dutzend zwischen Oderfelder Straße und Hegestieg.“ Auch Wochenblatt-Leser Lothar Illing engagiert sich weiter gegen wild „geparkte“ Boote am Kuhmühlenteich. Ob SUP- oder Surfboard, Kanu, Kajak, Segeljolle, Ruderboot, manche defekt, andere an Bäume gekettet: Nur gelegentlich nutzen sie Eigner zum Wassersport. Doch ihr Brauch ist kein Kavaliersdelikt: Er strapaziert Flora und Fauna der Uferböschungen, Trampelpfade durch schützenswertes Unterholz gefährden die Uferböschungen. Zugleich zerstören sie Verstecke und Nistplätze für Wasservögel. Aktuell seien 600 bis 800 Boote illegal an Gewässerufern in Hamburg-Nord gelagert, schätzt Larissa Robitzsch. Doch zur Entsorgung verfüge das Bezirksamt über keine personelle Ressourcen, Transport- oder Lagermöglichkeiten. Man sei aber im Gespräch mit Stadtreinigung und Umweltbehörde.

Anders im Bezirk Eimsbüttel: „Letztes Jahr haben wir fünf Boote und ein SUP-Board eingesammelt, davon wurde eines ausgelöst“, erklärt Sprecherin Cornelia Rosenberg zur Lage am Isebekkanal zwischen Weidenstieg und Hoheluftbrücke. Aktuell seien es nur noch wenige Fälle. Zuletzt 2016 wurde der Bezirk aktiv, entfernte nach Ankündigung über 60 Boote von den Isebek-Böschungen. Grund: Lagerung und Betreten der Böschungen seien verboten. Geht doch! Sport auch, möglich an ausgewiesenen Anlegern. Und Mietplätze für Boote gibt’s zudem für kleines Geld überall in der Stadt.

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