20. November 2021
Steilshoop

Wann kehrt hier endlich Ruhe ein?

Gewerbegebiet LIG soll Vorschläge machen

Am Schwarzen Weg liegt ein wichtiges Gewerbegebiet für Steilshoop und Bramfeld Foto: tel

STEILSHOOP Nach wie vor ungeklärt ist das Schicksal einiger Gewerbetreibender im Bereich des Bebauungsplans „Steilshoop 3“.

Wie berichtet, sind durch die inzwischen erfolgte Festlegung der U-Bahn-Trasse (U5) zwischen Schwarzer Weg und Hermann-Buck-Straße mehr als 6000 Quadratmeter für die Ansiedlung von Gewerbe frei geworden. Mehrere Interessenten schielen auf entsprechende Flächen: Die Stadtreinigung möchte ihren aus den Nähten platzenden Recyclinghof vergrößern, die Freiwillige Feuerwehr Barmbek benötigt dringend ein Grundstück für eine neue Wache. Aber da gibt es noch knapp ein Dutzend Unternehmen mit mehr als 50 Arbeitsplätzen, die seit Jahrzehnten dort angesiedelt sind und durch Änderungen am Bebauungsplan endlich Rechtssicherheit erhoffen. Sie fürchten jedoch Verdrängung, zumal bislang äußerst kurze Kündigungsfristen ihnen das Überleben schwer machen.

Johann Matthies von der Firma Traxx-Matthies Stilelemente: „Bei drei Monaten Kündigungsfrist kann hier niemand investieren.“ Matthies wirft dem Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG), der die Flächen verwaltet, Untätigkeit vor: „Der LIG behauptet, mit den Betroffenen gesprochen zu haben. Aber das stimmt so nicht.“

m Planungsausschuss der Bezirksversammlung Wandsbek herrscht dagegen im Großen und Ganzen Einigkeit. „Ich will eine gute Lösung für die Unternehmen und den Erhalt aller Arbeitsplätze vor Ort. Dies muss der LIG endlich umsetzen“, erklärt der CDU-Bezirksabgeordnete Philipp Hentschel. Und der Ausschussvorsitzende Frank Rieken (SPD) zum Wochenblatt: „Nachdem die letzten Stellungnahmen eingetroffen sind, brauchen wir mal vom LIG Butter bei die Fische. Wir wollen Lösungsvorschläge debattieren und Beschlüsse fassen“.
Rieken will das Thema möglichst bald vom Tisch haben – am Besten noch auf der Dezember-Sitzung des Planungsauschusses“.

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