12. Juni 2021
Steilshoop

„Steilshoop ist ruhiger geworden“

Stadtteilpolizist Frank Radloff geht in Pension

Geht in Pension: Stadtteilpolizist Frank Radloff Foto: tel

Geht in Pension: Stadtteilpolizist Frank Radloff Foto: tel

STEILSHOOP Steilshooperin und Steilshooper müssen sich bei den Ordnungshütern bald an einen neuen Namen gewöhnen, denn Stadtteilpolizist Frank Radloff (60) geht zum Monatsende als Polizeihauptkommissar in Pension.

Eigentlich wollte der gebürtige Hamburger Schifffahrtskaufmann werden, absolvierte sogar schon ein Praktikum bei der Reederei Hamburg-Süd. Dann aber überzeugten ihn die guten Konditionen bei der Polizeiausbildung. Anschließend ging es zunächst zur Bereitschaftspolizei und war danach als Schutzpolizist rund 13 Jahre lang in Barmbek (Dehnhaide) stationiert, bevor er 1996 in den Stadtteil zurückkam, in dem er einst geboren worden war: Bramfeld.

Seit 2004 kennt man Radloff als Stadtteilpolizisten in Steilshoop. „Steilshoop ist wesentlich ruhiger geworden“, berichtet er. Radloff erinnert sich noch an üble Gangs, die den Stadtteil in Verruf brachten.

Auch ohne diese ist der Polizeialltag hart genug: „Ob Unfall oder Kapitalverbrechen – man ist als Schutzpolizist immer als Erster vor Ort. Und wenn man nach Unfällen mit Kindern den Eltern schlimme Nachrichten überbringen muss – das ist schon hart“, berichtet der Familienvater (verheiratet, drei Kinder). Dieser Tage kann er noch die angesammelten Überstunden abbummeln und den nicht genommenen Resturlaub einsetzen.

Langeweile ist nach dem Ausscheiden nicht zu erwarten: Das eigene Häuschen in Henstedt-Rhen ausbauen und die Harley regelmäßiger bewegen – gehören dann zum Programm. Reisen nach Amerika stehen bei dem USA-Fan ebenfalls hoch im Kurs: „Ich möchte die Route 66 noch mal mit dem Motorrad abfahren“, denn: „Get your kicks on Route sixty-six“, wussten schon Nat King Cole und Mick Jagger.

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