4. September 2021
Steilshoop

Noch sind viele Fragen offen

Info-Abend zur geplanten Bebauung in Steilshoop

Steilshooper protestierten im Rahmen einer Demo gegen weitere Bebauung Foto: tel

STEILSHOOP/WANDSBEK Die rund 60 interessierten Bürger auf der Zuschauertribüne verloren sich etwas in der Wandsbeker Sporthalle: Geladen hatte das Bezirksamt Wandsbek zur öffentlichen Infoveranstaltung über die Bebauungspläne Steilshoop 11 (Borchertring) und 12 (Fritz-Flinte-Ring) für maximal 450 Teilnehmer.

Wie berichtet geht es hier um den Bau von 400 bis 500 geförderten Wohnungen auf drei Baufeldern am westlichen und nördlichen Rand der Großsiedlung sowie die Verlagerung von Sportflächen. Wie zu erwarten war, kamen im Grunde genommen keine neuen Argumente auf den Tisch.

Aber die bekannten kritischen Argumente gegen das Projekt konnten die Offiziellen von Bezirksamt und dem avisierten Bauträger Saga gefühlt auch nicht vollständig zerstreuen. Da ging es etwa um ein fehlendes Verkehrskonzept und Parkplätze. Auch über den Bedarf an Kita-Plätzen, an Einkaufsmöglichkeiten, einer Ärzteversorgung war nichts Neues zu erfahren.

Grundsätzlich sind die Kritiker weiterhin der Meinung, dass Steilshoop keine weitere starke Bebauung verkrafte, höchstens eine lockere für alternative (genossenschaftliche) Wohnformen. Das Bezirksamt wiederum pocht auf dem nach wie vor großen Wohnraumbedarf in der Stadt und betont außerdem, dass sich das Bebauungsplanverfahren noch in einem frühen Stadium befinde, Änderungen und Ergänzungen somit weiterhin möglich seien. Bis alle Gremien bis zur Bezirksversammlung durchlaufen sind, dauert es noch. Mit dem Baubeginn wird in zwei bis drei Jahren gerechnet.

Auch interessant