25. November 2021
Steilshoop

„Feigheit vor dem Senat“

CDU attackiert Rot-Grün in Sachen „Nachverdichtung“ in Steilshoop

Kritik

Philipp Hentschel (CDU) und Birgit Wolff (FDP) nutzen die „Aktuelle Stunde“ für viel Kritik Foto: tel

STEILSHOOP Zur „Aktuellen Stunde“ hatte die CDU die „Nachverdichtung“ in Steilshoop in der jüngsten Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek angemeldet.

Es ging um die geplante Bebauung der Saga mit 400 bis 500 Wohnungen im Nordwesten des Stadtteils. Die Kritiker dieser Planung erhielten nun auf der Bezirksversammlung Unterstützung: Die FDP-Fraktionsvorsitzende Birgit Wolff übte scharfe Kritik am bisherigen Ablauf. Eine im Mai an Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff überreichte Protestnote von Anwohnern sei hier nicht inhaltlich diskutiert worden: „Immer wieder wurde die Diskussion vertagt. Wenn wir die Kritiker nicht ernst nehmen, wird es teuer – an verspieltem Vertrauen, an Geld und an Zeit.“

Grünen-Vertreterin Julia Brinkmann behauptete dagegen, es gäbe noch gar keine offizielle Planung der Saga. Die Zahlen der zu errichteten Wohnungen seien zudem vom Senat vorgeben. Anke Ehlers von der Linken bemängelte, dass die bereits im Jahr 2013 in einem Workshop ermittelten Wünsche der Anwohner später „hinten runter“ gefallen seien: „Von einem Dialog auf Augenhöhe kann keine Rede sein.“

SPD-Vertreter Carsten Heeder hielt dagegen: „Nichts ist sozialverträglicher als sozialer Wohnraum.“ Im Übrigen handelte es sich bei den geplanten Saga-Häusern nicht um Hochhäuser. Philipp Hentschel (CDU) warf SPD und Grünen „Feigheit“ vor dem Senat vor. Es ginge der Koalition nur darum, dessen Vorgaben umzusetzen. Von einer sozialverträglichen Nachverdichtung könne keine Rede sein.

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