13. November 2021
Steilshoop

Einkaufszentrum soll wiederbelebt werden

Steilshoop Neues Förderprogramm geplant

Vanessa Steenwarber (links) und Birte Diekmann von der Lawaetz-Stiftung vor ihrem Steilshooper Stadtteilbüro Foto: wb

STEILSHOOP Die Förderung des Stadtteils soll erneut verlängert werden, indem ein neues Sanierungsgebiet rund um das Einkaufszentrum an der Gründgensstraße ausgerufen wird.

Das wurde auf einer von der Lawaetz-Stiftung veranstalteten Sitzung des Stadtteilbeirates Steilshoop zum Thema Bilanz der RISE-Förderung (Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung) bekannt. Die Lawaetz-Stiftung hat in den vergangenen 15 Jahren den RISE-Prozess begleitet und moderiert. Dieser soll nun nach dreimaliger Verlängerung zum Jahresende auslaufen. Die Initiative für ein neues Förderprogramm geht nach Informationen des Wochenblatts von Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff aus, ausgelöst durch den Verkauf des Einkaufszentrums (EKZ) Steilshoop, der darüber liegenden rund 200 Wohnungen sowie des gegenüber liegenden Ärztehauses.

Über Jahre war der Eindruck entstanden, dass der dänische Eigentümer Henrik Nygaard Johansen (78) in seine 2005 erworbenen Immobilien kaum investiert sondern – im Gegenteil – nur Mittel herausgezogen hat. Nun aber sind, wie berichtet, die Immobilien verkauft worden. Die neuen Eigentümer haben zugesagt, das darniederliegende Einkaufszentrum (mit weit über 50 Prozent Leerstand) wieder auf Vordermann zu bringen. „An einem solchen, seit Jahren geforderten Wendepunkt können wir nicht gerade jetzt die Förderung einstellen“, heißt es aus dem Wandsbeker Rathaus. In welcher Form eine Förderung stattfinden könnte, ist derzeit noch nicht festgelegt. Immerhin existiert bereits ein Zeitplan.

Danach sollen der zuständige Fachausschuss und die Bezirksversammlung noch in diesem Jahr entsprechende Beschlüsse fassen, bevor der Senat im ersten Halbjahr 2022 sein Plazet geben kann. Für eine noch auszuhandelnde Förderung erwarten die Behörden allerdings auch entsprechende Investitionen der privaten Eigentümer. Insbesondere die Wohnungen über dem Einkaufzentrum müssten dringend saniert und barrierearm ausgebaut werden, ist zu hören. Und es soll auch – wie bislang im RISE-Prozess – eine Bürgerbeteiligung (mit Beirat) geben.

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