11. Dezember 2021
Steilshoop

Daumen drücken für „Bullerbü“

Bürgerschaft soll Finanzierungslücke schließen

„Bullerbü Steilshoop“ in der Präsentation Grafik: M. Martins/Alraune

STEILSHOOP Noch in diesen Tagen will Alraune-Geschäftsführerin Petra Lafferentz (63) die Sektkorken knallen lassen, denn sie erwartet grünes Licht aus der Bürgerschaft für den letzten noch fehlenden Finanzierungsbaustein über 250.000 Euro.

Dann kann es losgehen mit „Bullerbü“ in Steilshoop. „Bullerbü“ steht bekanntlich nach der schwedischen Kinderbuchautorin Astrid Lindgren für ein idyllisches Leben auf dem Land.

„Bullerbü Steilshoop“ soll eine Art Bauernhof für Groß und Klein in den Gebäuden der ehemaligen Produktionsschule am Fritz-Flinte-Ring werden, mit dem neuen Tierhaus, Natur-Spielplatz, dem Unverpackt-Bioladen, einer Kita (135 Plätze) mit großem Sport- und Bewegungsraum sowie einer gewerblichen Ausbildungsstätte (neue Produktionsschule), wo junge Leute eine Ausbildung in den Bereichen Maler/Lackierer, Gastronomie, Kita und später auch Einzelhandel absolvieren können. Praktisch: Da es in den Gebäuden bereits eine Profiküche gibt, soll die kulinarische Versorgung der Kita von dort aus erfolgen.

Seit Bekanntwerden der drohenden Schließung des beliebten Tierhauses wegen der geplanten Saga-Wohnbebauung, mehr als fünf Jahre lang, arbeitet und plant die gemeinnützige Alraune GmbH an dem für ihre Verhältnisse großen Projekt. Zuletzt informierte Petra Lafferentz noch die Bürgerschaftsfraktionen von SPD und Grünen und den Steilshooper Stadtteilbeirat mit einer aktuellen Präsentation.

Lafferentz hat es offensichtlich geschafft, die nötigen Finanzierungsquellen durch die Beteiligung mehrerer Behörden, darunter Schulbehörde und Stadtentwicklung, zu erschließen: Rund 1,87 Millionen Euro gibt die Sozialbehörde als Kredit für den Kita-Ausbau. Für den Laden, das Tierhaus und einen Anbau sind weitere 1,1 Millionen Euro vorgesehen. Die Stadtentwicklung ist mit 1,09 Millionen Euro beteiligt. Schließlich sollen noch 250.000 Euro von der Bürgerschaft aus einem Sonderprogramm hinzukommen, die aber zwingend vor Jahresende zugesagt sein müssen.

Baugenehmigungen liegen bereits vor: Im Januar könnte es losgehen, da es sich überwiegend um einen Innenausbau handelt. Geplant war ursprünglich, die Kita im kommenden Sommer zu eröffnen. Das ist freilich durch einige Verzögerungen nun fraglich.
Für das vierte Quartal ist der Umzug von Bioladen und Tierhaus vorgesehen. Der Hof soll wochentags zwischen acht und 18 Uhr geöffnet sein, das Tierhaus kann auch an Wochenenden besucht werden.

„Bullerbü Steilshoop“ hat das Zeug zu einem lebendigen sozialen Treffpunkt für den Stadtteil.

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