11. September 2021
Steilshoop

Auszeichnung für streitbaren Kopf

Wandsbek-Medaille geht an Martin Kersting

Oliver Döscher (Grüne, v. l.), Marc Buttler (SPD) und der Geehrte, Martin Kersting waren nicht immer einer Meinung Foto: tel

STEILSHOOP/WANDSBEK Zum Abschied hatten sich alle lieb: Der streitbare Steilshooper Historiker Dr. Martin Kersting (67) erhielt auf einen spontanen Beschluss des Präsidiums der Wandsbeker Bezirksversammlung hin bei der jüngsten Sitzung des Regionalausschusses die Wandsbek-Medaille.

Aus den Händen von Ausschussvorsitzendem Oliver Döscher (Grüne) und dem Vorsitzenden der Wandsbeker SPD-Bezirksfraktion, Marc Buttler, gab es die Auszeichnung.

Kersting übersiedelt – wie berichtet – nach 22 Jahren Steilshoop zu seiner Tochter nach Köln. Die Medaille erhielt er für seine Verdienste als streitbarer Bürger und Kommunalpolitiker, zeitweiliger Repräsentant des Koordinierungsausschusses und profilierte Stimme des Stadtteils.

Buttler hielt die launige Laudatio. Kersting habe den Bezirk „viel Zeit und Geld gekostet“, erinnerte Buttler an jahrelange Auseinandersetzungen um den Erhalt von Bäumen auf dem neu zu erbauenden Marktplatz am Schreyerring. In der Folge des von ihm mit initiierten Bürgerbegehrens sei „fast jeder einzelne Baum begutachtet worden“, die dann gefundene Lösung habe aber letztlich die Akzeptanz des Bauvorhabens bei den Bürgern gesteigert. In seiner Replik gestand Kersting, sich als Historiker seit 50 Jahren für eine Betätigung in Köln beworben zu haben.

Er werde aber dennoch seine alte Heimat vermissen und ihr regelmäßige Besuche abstatten. Zu seinen Plänen sagte er, neben seiner Aufgabe als Opa habe er vor, baldmöglichst Köln-Führungen veranstalten zu können, so wie er ja auch Interessenten durch sein Steilshoop geführt habe.

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