30. April 2022
Bramfeld

Start-Lage mit schwierigen Kapiteln

U-Bahnbaustelle fordert den neuen Leiter der Straßenverkehrsabteilung

Der U-Bahnbau hat noch nicht mal richtig begonnen, da wird in der Bramfelder Chaussee schon seit Wochen „gebuddelt“. Ergo viel zu tun für Andreas Gätcke Foto: tel

BRAMFELD Da rollt etwas auf ihn zu: Andreas Gätcke ist der neue Leiter der Abteilung Prävention und Verkehr (Untere Straßenverkehrsbehörde) beim Polizeikommissariat 36 in Bramfeld (Ellernreihe).

Stärker noch als sein inzwischen pensionierter Vorgänger Ralf Klahn muss sich der 54-Jährige täglich mit zahlreichen Straßenbaustellen im Bereich Bramfeld und Steilshoop befassen, denn jetzt geht es richtig los mit dem Bau der U-Bahnlinie 5. „Die Abteilung wird über alle Baustellen an öffentlichen Verkehrswegen informiert. Wir prüfen dann vor allem unter dem Aspekt der Verkehrssicherheit, im Mittelpunkt stehen dabei Fußgänger und Radfahrer“, berichtet Gätcke.

Eng abgestimmt werden die Bau-Aktivitäten mit dem jeweiligen Bauherren, den Bauämtern der Bezirksämter, der Koordinierungssteuerung „KOST“ sowie dem Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG). Stau-Vermeidung ist nicht in erster Linie Sache der Polizei – aber: „Als Ortskundige geben wir natürlich auch entsprechende Hinweise.“ Wie beispielsweise beim Sanierungsprojekt Wellingsbütteler Landstraße/Wellingsbüttler Weg. Der Straßenzug sollte in der ursprünglichen Planung über Jahre bei einer Vollsperrung saniert werden. „Die Baumaßnahme liegt zwar außerhalb des PK 36, wird aber enorme Auswirkungen auf die Bramfelder Chaussee und den Straßenzug Karlshöhe haben“, erklärt Gätcke.

Apropos Karlshöhe: „Die Baumaßnahme findet statt. Aber die Planung wird jetzt so überarbeitet, dass möglichst viele Straßenbäume erhalten bleiben können. Wir als Verkehrsbehörde hatten unter den planerischen Vorgaben die Radfahrstreifen verkehrssicher zu gestalten aber keine Fällungen gefordert“, erklärt Gätcke.

Zurück zur U5: Eine solche Baumaßnahme in einem gewachsenen Stadtteil hat die Stadt lange nicht mehr erlebt. Und das Bramfelder Einzugsgebiet ist gleich mit drei Haltestellen – Bramfeld (Dorfplatz), Steilshoop und Barmbek-Nord (Nordheimstraße) – betroffen.

Ein schwieriges Kapitel ist dabei der Lkw-Verkehr: „Es werden gigantische Baugruben ausgehoben. Der Aushub wird zunächst an der Baustelle zum Entwässern zwischengelagert und später mit Lkw abtransportiert. In welchem Umfang das passiert, kann bislang noch niemand genau beziffern“, erklärt Gätcke. Natürlich wird es dabei Staus und Umgehungsverkehr über sogenannte Schleichwege geben. Gätcke bittet um Verständnis, dass nicht jede zeitweilig mehr belastete Anwohnerstraße gleich für den Durchgangsverkehr gesperrt werden kann: „Maßnahmen können wir nur dort ergreifen, wo Ordnungswidrigkeiten gehäuft auftreten, also beispielsweise die Höchstgeschwindigkeit herabsetzen, wenn gerast wird, oder Verkehrsbeschränkungen anordnen, wo verbotswidrig links abgebogen wird.“ Verkehrsteilnehmer und Anwohner im Raum Bramfeld und Steilshoop werden also in den kommenden Jahren vor allem eines benötigen: viel Geduld.

Zur person
Andreas Gätcke, Erster Polizeihauptkommissar, Abteilungsleiter Prävention und Verkehr beim PK 36. Geboren im Landkreis Cuxhaven, trat er 1987 in den Mittleren Dienst der Polizei Hamburg ein, studierte von 1996 bis 1999 an der Fachhochschule für Öffentliche Verwaltung und kam über Stationen verschiedener Polizeikommissariate und Einsatzbereiche zum PK 36. Gätcke ist verheiratet (Vater zweier Söhne) wohnt im Kreis Bad Segeberg. Hobbys: Tennisspielen und Radfahren.

 

Andreas Gätcke, der neue Leiter der Unteren Straßenverkehrsbehörde beim PK 36 Foto: privat

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