4. September 2021
Bramfeld

Seekamp-Anwohner geben nicht auf

Weiterhin eine Verkehrsberuhigung gefordert

Abweisebügel am Seekamp verhindern das Befahren des Fußweges Fotos: tel

BRAMFELD Mehrfach schon war die Verkehrssituation der kleinen Wohnstraße Seekamp Thema von Eingaben im Regionalausschuss.

Nachdem die Kommunalpolitiker, basierend insbesondere auf der Einschätzung der unteren Verkehrsbehörde beim Polizeikommissariat (PK) 36 an der Ellernreihe, eine Verkehrsberuhigung – Einbahnstraße oder einseitige Schließung – abgelehnt haben, wollen Anwohner jetzt selbst aktiv werden.

Der Seekamp (Tempo 30) ist eine kleine Querstraße zur Bramfelder Chaussee und verbindet diese mit der Fabriciusstraße, die von Autofahrern gern als Ausweichpiste befahren wird. Ulf Lengnick (PK 36): „Die Gesetzeslage gibt keine Maßnahme her. Der Seekamp ist kein Unfallschwerpunkt.“ Man sei den Anwohnern im Übrigen schon mit der schnellen Installation der Abweisebügel entgegen gekommen, mit deren Hilfe das Befahren der Fußwege verhindert wird. Die Anwohner argumentieren mit Geschwindigkeitsmessungen der Polizei: „Rund 500 Autos fahren hier morgens in zwei Stunden durch. Gemessen wurde eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 35 km/h und mehr.“ Die Anwohner wollen sogar auf eigene Rechnung ein Dialog-Display anschaffen, die den Autofahrern ihre (Geschwindigkeits-)Sünden per Anzeige vorhält.

Dazu der SPD-Bezirksabgeordnete Christoph Schütte: „Soll das Display auf öffentlichem Straßenland errichtet werden, kostet das um 10.000 Euro, die Genehmigung dauert. Ich rate den Anwohnern daher, das Gerät in einem privaten Vorgarten zu platzieren.“ Diese Woche will sich Schütte, selbst Polizeibeamter, mit den Anwohnern zusammensetzen.

Christoph Schütte will mit den Anwohnern über die Verkehrsprobleme sprechen Foto: tel

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