28. August 2021
Bramfeld

Saga im Clinch mit der Müllentsorgung

Hohnerkamp-Siedlung: Wohin mit Grünabfällen?

Kaum geleert, schon wieder befüllt: Gartenabfallbehälter in der Hohnerkamp-Siedlung Foto: privat

Kaum geleert, schon wieder befüllt: Gartenabfallbehälter in der Hohnerkamp-Siedlung Foto: privat

BRAMFELD Vergangenen Dezember berichtete das Wochenblatt über die Schließung des Sammelplatzes für Grünabfälle an der Marienburger Allee der sogenannten Hohnerkamp-Siedlung durch die zuständige Saga-Geschäftsstelle.

Die Probleme wurden damit offenbar nur verlagert, nicht aber beseitigt, wie Leserin Hannelore Düring jetzt schrieb: „Der Platz diente jahrzehntelang den Mietern mit Gärten oder Terrassen zur Entsorgung des Grünmülls. Leider haben einige Menschen diesen Platz auch zur Sperrmüll-Beseitigung benutzt.“ Die Leserin berichtet weiter: „Nach Protesten einiger Mieter und mit Unterstützung des Mietervereins wurden grüne Tonnen aufgestellt. Allerdings in nicht annähernd ausreichendem Maße. Die Tonnen sind sofort nach der Leerung wieder gefüllt und stehen dann zwei Wochen lang herum. Viele Mieter sind deshalb dazu übergegangen, den Grünmüll in die Restmülltonnen zu entsorgen.“ Ihr Fazit: „Insgesamt kein schöner Anblick und kein schöner Geruch. Das Problem des Sperrmülls hat sich nur verlagert: Die Sachen werden jetzt einfach irgendwo abgestellt.“

Und das sagt die Saga zum Müllproblem: Die Schließung des Sammelplatzes im Vorjahr erfolgte wegen der „wiederholten und zunehmenden Fehlbefüllung und damit einhergehender Entsorgungskosten“. Nach Auskunft der Saga wurde auf dem Sammelplatz zunehmend Sperrmüll abgeladen, und zwar teilweise auch durch Personen, die gar nicht in der Siedlung wohnten. Zahlen mussten (über die Umlage der Betriebskosten) aber die Hohnerkamp-Siedler.

Inzwischen hat die Saga die vorhandenen Müllstände, „dort, wo es möglich war“, mit grünen Biotonnen ausstatten lassen und reagiert jetzt auch auf die aktuellen Probleme: Ab 1. September ist mit der Stadtreinigung eine Volumenanpassung mit teilweise wöchentlicher Abfuhr vereinbart.

Die Saga weist außerdem darauf hin, dass die Stadtreinigung Hamburg (SRH) in den Herbstmonaten wieder die sogenannten Laubsäcke abholt (zu erwerben im Einzelhandel und auf den SRH-Wertstoffhöfen). Grundsätzlich nehmen die Recyclinghöfe der Stadtreinigung nach wie vor private Gartenabfälle kostenlos an. Für Mieter mit höherem Bedarf bietet die Saga an, ein zusätzliches Bio-Gefäß bei der SRH zu bestellen, das dann individuell abgerechnet wird.

Gartenabfälle? Das Sperrmüll-Problem scheint weiterhin ungelöst Foto: privat
Gartenabfälle? Das Sperrmüll-Problem scheint weiterhin ungelöst Foto: privat

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