12. August 2020
Bramfeld

Mitmach-Ausstellung zum Jubiläum

Alte Postkarten erzählen Geschichte

Postkarte von 1932 kündet vom fatalen „Aufbruch in eine neue Zeit“ Repro: Senenko

STEILSHOOP Der 150-jährige Geburtstag der Postkarte hatte Mitglieder des Kulturvereins „Grüner Saal“ inspiriert. Und 24 Autoren, Mitglieder aus Hamburger Geschichtswerkstätten, Historiker, Sammler und Familienforscher unterstützten ihr Projekt: Hamburger Geschichte mit alten Ansichtskarten per Ausstellung zu vermitteln.

So entstand die originelle Mitmach-Ausstellung „Revolution–Demokratie–Antifaschismus. Alte Hamburg-Postkarten geben ihre Geschichte preis“. Denn historische Karten künden von selten erzählten Episoden und Schicksalen. „Sie rücken etwa Hamburger Arbeiterkämpfe ebenso wie längst vergessene Reformprojekte während der Weimarer Republik in den Blick“, sagt Vereinssprecher René Senenko: „Karten aus der NS-Zeit thematisieren Justizmord, Flucht und Exil, aber auch mutige Fälle des Zusammenhalts, der Solidarität und desWiderstands.“ Eine Menge antiker Postkarten fand nach vielen Jahrzehnten jetzt endlich den Weg zum Publikum. Die Ausstellung werde ständig erweitert, sofern sie Gäste dazu anregt, mitzumachen und Postkarten aus Alben oder Sammlungen beizusteuern.
Die auf Vlies präsentierte Schau ist wegen ihres Umfangs in drei Zeitabschnitte unterteilt und bis Mitte September an drei Orten zu sehen. Teilnahme an den drei Vernissagen nur mit Anmeldung.

Teil 1: 18. August, 18 Uhr 1933–1943 Eröffnung in der Gedenkstätte Ernst Thälmann Tarpenbekstraße 66, Eppendorf
Teil 2: 20. August, 18 Uhr 1919–1927, Kulturhaus ella Käkenflur 30, Langenhorn
Teil 3: 21. August, 19.30 Uhr 1928–1932, AGDAZ im Stadtteiltreff Steilshoop, Gropiusring 43A, www.gruenersaal.de

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