5. Juni 2021
Bramfeld

„Mit Einkaufen und Kultur ein Gewinner“

Finanzsenator Andreas Dressel sieht eine rosige Zukunft für Bramfeld

Zurzeit wird das ehemalige Försterhaus als Teil der neuen Kulturinsel saniert Fotos: tel

BRAMFELD Möglicherweise noch in diesem Jahr wird mit dem Bau des „Jahrhundertprojekts“, der U 5, begonnen. Das erklärt Finanzsenator Andreas Dressel in einem Gespräch mit dem Wochenblatt anlässlich der Haushaltsberatungen­.

Dressel ist in diesem Zusammenhang optimistisch, dass die vom Senat erhofften Fördermittel des Bundes fließen. Die Kosten des Teilprojekts für den Ostast der U 5 (Bramfeld bis City Nord; 5,8 Kilometer) beziffert Dressel auf 1,84 Milliarden Euro. „Wir sind zuversichtlich, dass wir die GVFG-Fördermittel (Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz, d. Red.) des Bundes bekommen.

Wir gehen davon aus, 2022 eine Beantragung und eine Rückmeldung zu bekommen. Die Signale sind positiv, dass es klappt. Noch in diesem Jahr, spätestens aber Anfang 2022 können wir mit dem Bau beginnen“, sagt der SPD-Senator: „Es geht hier um ein Jahrhundertprojekt für die Stadt. Die U 5 wird Bramfeld auf Hamburgs Landkarte noch einmal ganz anders sichtbar machen und die Verkehrsverbindungen für Tausende Bramfelder deutlich verbessern.“

Ein spannendes, wenn auch wesentlich kleineres Projekt (1,35 Millionen Euro), ist derzeit im Stadtteil aktuell: die Kulturinsel, aus dem sanierten „Försterhaus“ und dem traditionsreichen Brakula an der Bramfelder Chaussee. Auch hier spielen Bundesmittel eine gewichtige Rolle. „Wir haben uns mit großer Unterstützung von Aydan Özoguz (SPD-Bundestagsabgeordnete, die Red.) bemüht, einen Finanzierungsanteil aus Berlin zu bekommen. Es ging um Mittel des Denkmalschutzes. Dazu haben wir Mittel aus dem Quartiersfonds und der Bezirksversammlung zusammenbekommen. Die Sprinkenhof, die ja meinem Hause untersteht, hat den Planungs- und Realisierungsauftrag bekommen.

Auf der Kulturinsel soll eine schöne Platzgestaltung in Verbindung mit dem Brakula entstehen, ein schönes Ensemble und ein toller Treffpunkt mitten in Bramfeld dann direkt am künftigen U-Bahnhof. Denn das haben wir aus der Corona-Krise gelernt: Der Einzelhandel in den Quartieren hat dann eine Chance, wenn es drum herum einen Mehrwert gibt, also etwa die Verbindung von Einkaufs- und Kulturerlebnis. In Bramfeld werden wir eine attraktive Verknüpfung von Einkaufen, Kultur, Gastronomie und Sportangeboten bekommen.“

 

Finanzsenator Andreas Dressel (rechts) im Gespräch mit Wochenblatt-Reporter Michael Hertel

Auch interessant