7. Mai 2022
Bramfeld

Kreative Mahnung an Autofahrer gestoppt

Street-Buddys mussten wieder entfernt werden

Am Seekamp wurden mehrere „Street-Buddys“ aufgestellt Foto: wb

BRAMFELD Da staunte die Polizei nicht schlecht: Offenbar Anwohner der Straße Seekamp in Bramfeld hatten gleich mehrere sogenannte Street-Buddys an den Straßenrand gestellt. Die knapp einen Meter großen orangenen Plastikfiguren mit ausgestrecktem Arm sollten Autofahrer zum Langsamfahren animieren.

Wegen der angespannten Verkehrssituation sind Seekamp-Anwohner – wie mehrfach berichtet – seit Jahren „auf Zinne“. Die schmale Straße (Tempo 30) ist eine direkte Verbindung zwischen Bramfelder Chaussee und Fabriciusstraße und wird daher bei Rückstaus auf den Hauptstraßen häufig als Umleitung oder Schleichweg genutzt.

Zahlreiche Vorschläge der Anwohner – etwa die Einrichtung als Einbahnstraße oder die bauliche Schließung einer Einmündung – scheiterten an der Gesetzeslage. Auch die Aufstellung der Plastik-„Buddys“ (immerhin 50 Euro pro Stück) ist laut Polizei nicht erlaubt: „Das Aufstellen solcher Figuren im öffentlichen Raum, der ohnehin schon durch Verkehrszeichen überfrachtet ist, geht gar nicht. Die Figuren können Autofahrer ablenken tragen so nicht gerade zur Verkehrssicherheit bei“, erklärt Ulf Lengnick von der Unteren Straßenverkehrsbehörde beim PK 36.

Dennoch kam die Polizei nicht gleich mit der Bußgeldkeule vorbei, eher schon sensibel: „Es gab hier keinen Geschädigten, und es wurde auch kein Verursacher gefunden. Wir haben mit Anwohnern gesprochen, die Figuren wurden entfernt.“

Allerdings: Hätten sich die Anwohner uneinsichtig gezeigt, wäre unter Umständen doch ein Bußgeld fällig gewesen.

Ähnliches galt für die von Unbekannten auf die Fahrbahn gemalte Zahl „30“. Lengnick: „Wir mussten dort keine kostspielige Beseitigungsaktion veranlassen, weil die Farbe sowieso schnell abgefahren wurde.“

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