25. September 2021
Bramfeld

Klingt nach einer „Erfolgsstory“

Investitionsrekorde mit Systemhaus. Senatoren-Visite an Grundschule

Ties Rabe (v.l.), Birgit Möller und Andreas Dressel präsentierten den Bramfelder Schulneubau Foto: tel

BRAMFELD Schulsenator Ties Rabe und Finanzsenator Andreas Dressel (beide SPD) stellten an der Grundschule Fabriciusstraße das neue „Hamburger Klassenhaus“ im Bau vor.

Mit dem Systemhaus soll der Schulbau in der Hansestadt schneller gehen und bei hoher Qualität auch noch günstiger ausfallen – durch weniger Architektenkosten, zügige Genehmigungen und schnelleren Bau. Das Gebäude ist modular aufgebaut, sieht aber keineswegs überall gleich aus, wie Rabe versicherte. Es kann sich den jeweiligen pädagogischen Anforderungen anpassen, beispielsweise in der Zahl der Stockwerke, der Anzahl und Größe der Klassenräume und auch in unterschiedlichen Fassaden.

„Die Zeit vom ersten Spatenstich bis zum Bezug reduziert sich hier auf 21 Wochen“, erklärte Dressel. Und Birgit Möller (56), Schulleiterin der neuen Grundschule Fabriciusstraße (bislang Teil der Schule an der Seebek), war begeistert: „Lehrer und Eltern wurden von Anfang an mit einbezogen, durften etwa aus mehreren Vorschlägen die Fassadenform und Außenfarbe auswählen.“

Hamburg investiert seit Jahren große Summen in den Schulbau, im Durchschnitt laut Senator Rabe 400 Millionen Euro pro Jahr: „Bis 2030 wollen wir 44 Schulen neu bauen und mehr als 100 erweitern“, berichtete der Senator. Das wird auch nötig sein, denn in diesen zehn Jahren rechnen Prognosen mit rund 25 Prozent mehr Schulkindern.

Diesen Zuwachs spürt auch Bramfeld. Möller: „Im Moment sind wir dreizügig mit etwa 300 Kindern. Aber bald werden wir ein Drittel mehr Schüler haben und vierzügig laufen.“ Das neue Gebäude weist auf 1350 Quadratmetern Fläche acht Klassen- und vier Fachräume auf und kostet rund 4,5 Millionen Euro. Eigentlich sollte der Neubau schon fertig sein, aber die angespannte Materiallage hat das verhindert – ein Türen-Hersteller konnte nicht rechtzeitig liefern. So wird der Nachwuchs wohl erst im November einziehen. Und Birgit Möller weiß, dass damit die Schulbaustelle längst nicht geschlossen ist: „Wir haben noch viele alte Gebäude hier, die abgerissen werden. Gebaut wird bei uns voraussichtlich noch bis 2027.“

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