3. Juli 2021
Bramfeld

Große Pläne für den „kleinen“ Sportplatz

Stühm-Süd-Areal soll massiv bebaut werden

Der Sportplatz Am Stühm-Süd: erst vernachlässigt, demnächst bebaut? Foto: tel

BRAMFELD Nach Auskunft des Bezirksamts Wandsbek soll das rund 12.000 Quadratmeter große Sportplatz-Gelände Am Stühm-Süd im Norden Bramfelds mit sieben Mehrfamilienhäusern, einer Seniorenwohnanlage zwölf Reihenhäusern, einer Kindertagesstätte für 60 Kinder, einer Tiefgarage mit 63 Parkplätzen sowie 32 oberirdischen Parkplätzen bebaut werden.

Insgesamt sind dort laut Antrag der „Steg Stadterneuerungs- und Stadtentwicklungsgesellschaft Hamburg mbH“ im Vorbescheid-Verfahren 114 Wohneinheiten vorgesehen. Der Antrag wird derzeit vom Bezirks­amt Wandsbek geprüft. Das Amt hat bereits in einem Schreiben an die „rechtlich betroffenen Nachbarn“ über das Vorhaben informiert und diesen eine 14-tägige Frist für Einwendungen eingeräumt. Auf die Frage, ob und gegebenenfalls welcher Art Einwendungen von den Nachbarn erfolgt seien, erhielt das Wochenblatt vom Bezirksamt keine Antwort.

Wie die Finanzbehörde auf Anfrage des Wochenblatts versicherte, befindet sich die betreffende Fläche im Eigentum der Stadt. Dort war auch zu erfahren, dass die Steg mit der Projektentwicklung beauftragt worden ist. Weiter hieß es, die Planungen seien noch nicht abgeschlossen. Ob die Stadt Eigentümer bleibe, die Fläche verkauft oder einem Investor per Erbpacht überlassen werde, könne daher noch nicht beantwortet werden.

An einer entsprechenden Konzeptausschreibung werde gearbeitet. Eines scheint aber schon festzustehen: Ein Bebauungsplanverfahren mit umfangreichen Einspruchs- und Beteiligungsrechten für Betroffene soll es laut Finanzbehörde nicht geben: Der Projektentwickler strebe eine Baugenehmigung auf der Grundlage von Paragraf 34 Baugesetzbuch an.

Danach ist ein (Bau-)Vorhaben zulässig, wenn es sich nach Art und Maß in die Eigenart der näheren Umgebung einfügt und die Erschließung gesichert ist. Kritik an dem Projekt kommt nach wie vor vonseiten der CDU. Der Bramfelder Bürgerschaftsabgeordnete Sandro Kappe verweist auf bereits fehlende Flächen der Sportvereine. „Nach Prognosen des Senats soll die Einwohnerschaft der Stadtteile Bramfeld, Farmsen-Berne und Steilshoop bis zum Jahr 2035 um mehr als 10.000 Personen zunehmen. Da brauchen wir eher mehr Sportplätze als weniger.“

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