20. Mai 2020
Bramfeld

Corona-Minus liegt jetzt bei 50.000 Euro

Brakula zieht ernüchternde Zwischenbilanz

Uwe Schmidt mit der im Brakula angebotenen Maske „zum Selbermachen“ Foto: Hertel

BRAMFELD Der Bramfelder Kulturladen und das Restaurant „Vistro“ im Haus sind ab sofort wieder geöffnet. Das Brakula allerdings nur für Kurse und Gruppen bis maximal 15 Personen. Mundschutz ist Pflicht, ebenso der Mindestabstand von 1,5 Metern.

Die Bilanz von Brakula-Geschäftsführer Uwe Schmidt nach achtwöchiger Schließung: „Eigentlich hatten wir mehr zu tun als bei Normalbetrieb.“ Veranstaltungen absagen, Künstler über ihren Nicht-Auftritt informieren, Kurzarbeit für einige Mitarbeiter beantragen, Hygienepläne ausarbeiten – „das alles war ungewohnt, kompliziert und hat keinen Spaß gemacht“, berichtet Schmidt. Überhaupt die Absagen: Ganz bitter war die Streichung des für den 6. Juni vorgesehenen Stadtteilfestes. „Dort sollte unser Bramfelder Jungstar Lisa-Marie Ramm („The Voice Kids“) auftreten – es wären bestimmt 3000 bis 4000 Leute gekommen“, so der 57-Jährige.

Aber Not macht bekanntlich erfinderisch, und so wagte sich der Brakula an neue Formate. Die Stichworte lauten Streaming und Online. Henning Venske kam mit seinen Lesungen offenbar super an, ebenso wie der Akkordeon-Virtuose Frank Grischek und andere. Auch diverse Arbeits- und Gruppensitzungen wurden erfolgreich auf online umgestellt. Dennoch wird mit einem Minus von mindestens 50.000 Euro gerechnet. „Zum Glück haben wir schnell 20.000 Euro Soforthilfe bekommen.“ Der Jahresetat liegt bei 560.000 Euro. Im Brakula will man sobald wie möglich wieder in die Vollen gehen. Ein Anfang ist jetzt gemacht.

Auch interessant