22. Mai 2021
Bramfeld

Container-Notstand in Bramfeld?

Regionalausschuss stellt neue Standorte infrage

Der Containerstandort Heukoppel muss dem U-Bahn-Bau weichen Foto: Michael Hertel

BRAMFELD Gibt es im Zen­trum­ Bramfelds demnächst einen Recycling-Notstand? Problem: Im Vorfeld des U-Bahn-Baus müssen mehrere Containerstandorte weichen.

So teilte der Bramfelder Bürgerschaftsabgeordnete Sandro Kappe nach einer Anfrage an den Senat mit, dass der Standort für Glas- und Papiercontainer am Bramfelder Dorfplatz auf Dauer wegfallen werde. Der traditionelle Container-Platz neben der Fleischerei Raff ist bereits abgeräumt. Auch der Standort ein paar Meter weiter südlich auf der anderen Straßenseite (Heukoppel) muss weg.

In Gesprächen zwischen Stadtreinigung und Bezirksamt haben sich dafür sechs neue Standorte herauskristallisiert: Herthastraße (drei Altglas- und zwei Papier-/Pappe-Container); Harnisch (zwei Papier-Container); Reembusch 6: dreimal Altglas, dreimal Papier); Im Soll: dreimal Altglas); Trittauer Amtsweg 54 (dreimal Altglas); Trittauer Amtsweg 32 (viermal Papier). Im Regionalausschuss stießen die Vorschläge jedoch auf mehr oder weniger starken Widerstand. So erklärte Polizeivertreter Ulf Lengnick vom örtlichen PK 36, dass die Polizei bei der Auswahl der neuen Standorte nicht ausreichend beteiligt worden sei. Beispielsweise muss am Standort Herthastraße (vor dem Ärztehaus) Platz für einen RTW vorgehalten werden.

In der Tat gestaltet sich die Suche nach Recycling-Containern als „eine größere Herausforderung“, so Stadtreinigungssprecher Kay Goetze: „Es sind zahlreiche Fragen zu klären, zum Beispiel die Verkehrssituation und Sicherheitsaspekte. Es sollen möglichst keine Bäume für Container-Standorte gefällt werden, außerdem ist die Lärmbelastung der Anwohner zu berücksichtigen.“ Im Bezirk Wandsbek scheint es besonders schwer zu sein, geeignete Standorte zu finden. Im Regionalausschuss jedenfalls war man mit den Vorschlägen überhaupt nicht glücklich – und erwartet demnächst Alternativvorschläge.

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