15. Mai 2021
Bramfeld

Bewohnerparkzone? Das wird wohl nichts

Abfuhr für Eingabe von 50 Bürgern

Krügers Redder: stille Seitenstraße mit Park-problemen Foto: tel

BRAMFELD Eine von Anwohnern der Straße Krügers Redder geforderte Bewohnerparkzone wird es voraussichtlich nicht geben. Das ist das Ergebnis einer Diskussion im Regionalausschuss.

Die kleine Sackgasse, überwiegend mit Mehrfamilienhäusern bebaut, liegt zwischen Bramfelder Chaussee und Fabriciusstraße. „Wir Anwohner finden kaum noch einen Parkplatz, weil Besucher des Einkaufzentrums Bramfeld (Marktplatz Galerie) und Wohnungsinhaber vom Dorfgraben unsere Straße als kostenlose Parkmöglichkeit nutzen“, heißt es in der Eingabe an den Regionalausschuss – vor allem mit Hinweis auf neue Bewohnerparkzonen in Ottensen.

Nachdruck verleihen sollen mehr als 50 Unterschriften von Anwohnern sowie die Einschätzung, dass sich die Anwohner vom Mönchskamp (kleine Querstraße mit Einfamilienhäusern) solidarisiert haben. „Diesem Begehren kann man leider nicht zustimmen. Es gibt kein Recht auf einen Parkplatz vor der Haustür“, machte der SPD-Bezirksabgeordnete Christoph Schütte (von Beruf selbst Polizeibeamter) deutlich.

Frank Dethloff von der FDP sah es ähnlich: „Bei einer Parkgebühr zwischen 1 Euro und 4 Euro für den ganzen Tag im Einkaufzentrum kann der Parkdruck nicht so groß sein.“ Philipp Hentschel (CDU) erwartete eine Einschätzung durch die Polizei. Und die bekam er auch durch Ulf Lengnick von der unteren Verkehrsbehörde beim PK 36 (Ellernreihe): „Dort parken nicht überwiegend Ortsfremde, sondern Bewohner der neuen Häuser am Dorfgraben, also Nachbarn. Am Dorfgraben gibt es kaum Parkplätze – das hatten wir schon vor der Bebauung vorhergesagt.“ Lengnicks Fazit: „Wir sehen da keinen rechtlichen Grund für die Einrichtung einer Bewohnerparkzone.“ Das Thema soll an die Verkehrsdirektion 1 abgegeben werden.

Auch interessant