7. Oktober 2020
Bramfeld

Bäume müssen der U5 weichen

Friedenseiche wird zu Parkbänken „umgebaut“

Der von Bäumen gesäumte Bramfelder Dorfplatz mit der einstigen Dorfschule (links) Fotos: tel

BRAMFELD Das Holz der mehr als 100 Jahre alten Friedenseiche und weiterer Bäume vom Bramfelder Dorfplatz soll nach dem Willen von SPD und Grünen in Form von Bänken oder eines Kunstwerks auf dem neuen Dorfplatz verbleiben.

Wie berichtet, müssen die Bäume auf dem alten Bramfelder Dorfplatz dem Bau der U-Bahnlinie 5 weichen.

Dabei steht das gesamte Ensemble – inklusive Gedenkstein und Friedenseiche – unter Denkmalschutz. Nach Protesten aus der Bevölkerung hatte der damalige CDU-Bezirksabgeordnete Sandro Kappe eigens einen Baumfachmann aus Uetersen kommen lassen, um vor Ort herauszufinden, ob die Stieleiche möglicherweise im Ganzen versetzt werden könnte. Wie sich herausstellte, ist das zwar grundsätzlich möglich, hätte aber möglicherweise um die 60.000 Euro gekostet. Nach Ansicht von SPD und Grünen wäre eine Großbaumverpflanzung nur mit großem technischen Aufwand und einem hohen Risiko verbunden, dass der Baum am neuen Standort nicht anwächst. Deshalb sollen die Dorfplatz-Bäume auf dem neu gestalteten Platz verbleiben, allerdings nur als Erinnerung in Form von Parkbänken oder eines Kunstwerks. Der Bürgerschaftsabgeordnete Kappe meint dazu: „Diese Bäume charakterisieren das ehemalige Dorf Bramfeld. Sie sind fast als letzte Elemente vom ehemaligen idyllischen Dorfplatz übrig. Es sollte alles versucht werden, um diese zu erhalten. Daher haben wir dem Antrag zur Verpflanzung zugestimmt. Leider hat Rot-Grün dies abgelehnt.“

Gedenkstein zur sogenannten Schleswig-Holsteinischen Erhebung von 1848

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