1. April 2020
Bramfeld

„Alraune“ lebt Solidarität trotz Distanz

Preisgünstiges Mittagessen vor Ort oder per Lieferservice bis direkt vor die Haustür

Abstand wahren: Kunden warten auf der JETZT-Terrasse, während Ronald Hoop (2. V. l.) die mitgebrachten Schüsseln füllt und herausreicht Foto: Haas

STEILSHOOP Die Corona-Zwangspause ist für Kunden ebenso bitter wie für die gemeinnützige Betreibergesellschaft „Alraune“: Das „Jetzt“-Bistro sowie das Café am Schreyerring mussten schließen. Doch seit einer Woche gibt es immerhin leckere Mittagsgerichte: abholbar beim „Jetzt“. Wenn nötig, wird es auch nach Hause geliefert.

Der „Corona-Notservice“ läuft montags bis freitags von 11.30 bis 13.30 Uhr auf der überdachten Terrasse an der Rückseite des Bistros, erreichbar über den Verkehrsübungsplatz. Dort kann der gebotene Abstand bei der Essenausgabe gewahrt werden. Wer Gefäße mitbringt, spart Verpackungsmüll. Preis pro Gericht mit Nachspeise: 2,50 Euro, möglichst abgezählt. Besteck wird nicht ausgegeben, weil der Verzehr vor Ort nicht möglich ist. Wer eine Essenslieferung ins Haus braucht, meldet sich unter Telefon 0151/189 830 01 oder 244 333 52.

„Anfangs war die Nachfrage noch etwas spärlich, doch allmählich spricht es sich herum“, sagt Alraune-Bereichsleiter Andreas Köster, dann erklärt er einer Nachbarin den Lieferservice: „Das Mittagessen kommt von der Campus-Küche, die von uns betrieben wird.“ Vor der Terrassentür steht ein Tisch, hinter dem Ronald Hoop gerade Kunden bedient. Bezahlt wird ohne Handkontakt, dafür steht eine Schale bereit. Wichtig sind Transportgefäße für Hauptgericht und Nachspeise.

„Auch unsere geförderten Beschäftigungsmaßnahmen führen wir fort, wenn auch zunächst bei reduziertem Betrieb“, so Köster weiter. Alle, auch die Handwerker, die gerade Essen fassen, arbeiten ohnehin im gebotenen Abstand, dasselbe gilt in der Fahrradwerkstatt nebenan, geleitet von Ellen Geicke: geöffnet montags bis freitags, 10 bis 14 Uhr.

„Es ist ein Notprogramm“, erklärt Alraune-Geschäftsführerin Petra Lafferentz: „Damit wollen wir in dieser schweren Zeit ein wenig Normalität ins Quartier zurückbringen und Solidarität leben.“

 

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