28. August 2021
Mümmelmannsberg

Lösung für Steinfurths Diek?

Bei einem Treffen deutet der Bezirksamtsleiter mögliche Auswege an

Falko Droßmann (r.) mit Thaddäus Zoltkowski (SPD, links außen), Katrin Genz vom Bauspielplatz (neben Droßmann) und Stadtteilaktivist Erich Heeder (hinten rechts) unterwegs an der Diek

MÜMMELMANNSBERG Bezirksamtsleiter Falko Droßmann (SPD) will in den Bundestag. Jetzt traf er sich mit Politikern, Stadtteilaktiven, den Anglern, die das Gewässer gepachtet haben, und sonstigen Akteuren, um über die Probleme an der Steinfurther Diek zu sprechen.

Falko Droßmann kam zum Termin leger gekleidet. Betonte, er habe Urlaub, hatte aber trotzdem Wirtschafts- und Baudezernent Gordon Melkner mitgebracht. Denn es ging vor allem um Aufgaben verschiedenster Behörden. Das wurde schon am Zustand des Wegs deutlich, der vom MSV-Sportplatz hinunter ans Wasser führt: Das Pflaster ist – vorsichtig ausgedrückt – mangelhaft. Da steht schon mal ein Gully hoch, sodass nichts mehr hineinfließen kann, und aus einem anderen Deckel läuft Wasser und fließt hügelab, ohne dass jemand etwas unternimmt. Hier können nur mehrere Behörden gemeinsam helfen.

Wichtigstes Thema war aber der Zustand der Steinfurther Diek. Wie mehrfach berichtet, ist die Wassertiefe völlig ungenügend, was zu Problemen für die Fische führt, die die Angler vom SV Billstedt-Horn eigentlich bewirtschaften wollen: Sie haben das Gewässer gepachtet. Anglerchef Bernd Mombrei erläuterte, durch den fehlenden Sauerstoff könne Laub von den Ufergewächsen und Bäumen nicht mehr auf natürliche Weise zersetzt werden, damit nimmt die Wassertiefe immer weiter ab. Mombrei beklagte, dass seit der Festsetzung des Bebauungsplans Billstedt 88 (1991) in Sachen Schlamm „nichts passiert“ sei. Zwar sei der Angelverein durch seinen Pachtvertrag für die Pflege verantwortlich, aber die anstehenden, gründlicheren Arbeiten könne der Verein gar nicht leisten, sagte Droßmann:. „Darüber müssen wir einfach sprechen.“

Das zweite, weniger ernste Problem: Auf der Mümmelmannsberg abgewandten Seite des Uferwegs steht kein Papierkorb und keine Bank. Papierkörbe gibt es auf der anderen Seite genug. Dieses Missverhältnis könne man relativ einfach lösen, hieß es.

Allerdings könnte es bei den Bänken schwieriger werden: Für den gesamten Bezirk Mitte, so Dezernent Melkner, stünden im Jahr 30 neue Bänke zur Verfügung.

Der SPD-Kandidat mit dem Anglerchef: „Eine Lösung an der Diek ist keine Hexerei“
Fotos: Timm

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