30. Juli 2022
Mümmelmannsberg

Kampf gegen den Schlamm geht weiter

Vor-Ort-Termin an der Steinfurths Diek

Nur auf den ersten Blick schön: Eine Szene mit herbem Charme an der Diek Fotos: Timm

MÜMMELMANNSBERG/BILLSTEDT Nicht zum ersten Mal fand sich an der Steinfurths Diek eine Runde zusammen, um die Schwierigkeiten zu lösen, die sich mit dem Gewässer verbinden.

Die Probleme sind bekannt: Die Steinfurths Diek, ein künstliches Gewässer unterhalb von Mümmelmannsberg, ist an die Angler der SV Billstedt-Horn verpachtet. Die können den See aber nur eingeschränkt nutzen, weil sich am Boden eine – ziemlich ungesunde – Schicht angesammelt hat und wächst, die aus Vogelexkrementen und nicht abgebauten Blättern besteht. Eine entscheidende Ursache ist die Sitte, die Vögel dort zu füttern.

Während die Wasserbehörde die Diek für die Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie gern verlanden lassen will, bemühen sich die Angler mit Unterstützung der lokalen Politik seit langem, die Situation an der Diek zu verbessern (das Hamburger Wochenblatt berichtete mehrfach).

Ein Problem schon gelöst

Das könne man nicht vom Schreibtisch aus verstehen, meinte Bezirksamtsleiter Ralf Neubauer und traf sich mit einer Gruppe der Angler um ihren Chef Bernd Mombrei, den SPD-Bezirksabgeordneten Thaddäus Zoltkowski, Kay Dassow, Anne Simon und Wolfdietrich Thürnagel (früher in der Bezirksversammlung) aus Mümmelmannsberg.

Der Bezirksamtsleiter ver-kündete zunächst für ein Problem am Rande eine Lösung: Der am vom SV Mümmelmannsberg abwärts führende Weg hat ein defektes Siel; dieses sei, um die dauernde Überschwemmung des Weges zu beseitigen, durchgespült worden; müsse aber nun doch komplett ersetzt werden.
Neubauer wurde von der Runde darauf hingewiesen, dass die gleichen Arbeiten für einen parallel verlaufenden Weg fällig wären.

Doch zurück ans Wasser: Anglerchef Bernd Mombrei erläuterte einmal mehr, der Wasserstand wäre ohne den Schlamm um einen bis 1,20 Meter höher. Entschlammunsgarbeiten liefen in anderen Hamburger Bezirken: „Warum nicht in Mitte?“ Sein Verein hätte mit der Wasserbehörde einen guten Kontakt aufgebaut, der sei aber abge-brochen. Neubauer entgegnete, es gebe dort eine neue Chefin: „Ich möchte Sie für den September ins Bezirks-amt zu einem Termin mit ihr einladen.“

Immerhin: Seit dem vergangenen Rundgang mit Neubauers Vorgänger Falko Droßmann (in dessen Bundestagswahlkampf) hat sich, so Thaddäus Zoltkowski, am Rand des Geschehens einiges getan: Es gibt ein paar neue Bänke und mehr Papierkörbe. Für die Entschlammungsarbeiten stünden, so erklärte Wolfdietrich Thürnagel, zwei Rampen in den See hinein zur Verfügung.
Die Versuche, der Steinfurths Diek zu einer Lösung zu verhelfen, gehen also weiter. Mit welchem Ergebnis, bleibt abzuwarten.

Bezirksamtsleiter Ralf Neubauer (SPD, r.) an der Steinfurths Diek im Gespräch mit Anglerchef Bernd Mombrei

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