13. Mai 2020
Billstedt

U-Bahnbau läuft aktuell nach Plan

Baustellen werden eingerichtet. Autofahrer müssen mit Verkehrsbehinderungen rechnen

Die erste Baumaßnahme wird die Umgestaltung der Horner Rennbahn sein Foto: Grell

HORN Autofahrer, die in diesen Tagen durch die Manshardtstraße fahren, müssen rund um das Horner Einkaufszentrum schon mit einigen Sperrungen und Behinderungen rechnen, denn die Hochbahn richtet hier die ersten Baustellenabschnitte für die Verlängerung der U4 auf der Horner Geest ein. „Trotz der Corona-Krise läuft alles nach Plan“, freut sich Projektleiter Martin Appelles, der die genauen Abläufe der Baustelle koordiniert.

Die Infoveranstaltungen rund um das Projekt der beiden neuen Haltestellen Stoltenstraße und Horner Geest, mussten allerdings wegen der Pandemie ausfallen. Deshalb hat die Hochbahn jetzt 21.000 Flyer gedruckt, um die Nachbarn trotzdem in Sachen Baustelle auf dem Laufenden zu halten. In den nächsten Tagen sollen diese Infoblätter an die Haushalte verteilt werden.
Nach den ersten 180 Bäumen, die im westlichen Bereich der Manshardtstraße gefällt wurden und der Einrichtung der Baustellen, sollen die eigentlichen Bauarbeiten in Horn aber erst im Sommer starten. Im Zuge der Ausgleichsmaßnahmen hat die Hochbahn bereits jetzt reagiert und mehr als 100 Bäume im Stadtteil gepflanzt, die alle schon fünf bis sechs Jahre alt sein sollen und somit auch eine entsprechende Größe mitbringen.

Vor Allem die Natur im Stadtteil hatte immer wieder für große Kritik gegenüber der geplanten Baumaßnahme bei den Anwohnern gesorgt, die um ihr Grün im Quartier bangten und gegen den Bau protestierten. Nach Abschluss der Baumaßnahme, die in mehreren Teilabschnitten erfolgt, sollen 633 neue Bäume gepflanzt worden sein und auch die Grünstreifen wiederhergestellt werden.
Die Arbeiten in den vergangenen Wochen beinhalteten vor Allem die Untersuchung des Bodens durch den Kampfmittelräumdienst, um sicherzustellen, dass keine verstecken Kriegsbomben im Boden liegen, die Verlegung der Leitungen, Siele und Schächte, die nun aufgrund des U-Bahn-Schachtes weichen müssen und einer Verschwenkung der Straße auf Höhe der Rennbahnstraße. Von drei Fahrspuren musste hier vorerst auf zwei reduziert werden.

Starten wird die Hochbahn nun als ersten Schritt mit der Gestaltung der Station Horner Rennbahn, wo es sich „zwar nur um einen Umbau handelt, dieser aber besonders kniffelig ist“, erklärt Appelles, denn wo die Gleise in Richtung Horner Geest abzweigen, müssten jetzt zwei übereinanderliegende Tunnel gebaut werden, damit sich U2 und U4 nicht kreuzen. An jedem abgeschlossenen Bauabschnitt soll dann dieser Bereich auch optisch komplett wiederhergestellt werden.

Anwohner, die Bauarbeiten beobachten, die am mittleren oder östlichen Abschnitt des Bauvorhabens stattfinden, der erst in mehreren Jahren auf dem Programm der Hochbahn steht, „können davon ausgehen, dass es sich hierbei um reine Leitungsverlegungen handelt, die schon jetzt den Weg frei machen sollen für spätere Erdarbeiten“, erklärt Hanna Waeselmann von der Hochbahn. Die in Horn notwendige offene Bauweise sorgt zwar für etwas mehr Lärm und Staub im Stadtteil, doch die Hochbahn verspricht vor Allem Transparenz gegenüber den Anwohnern und so wenig Belastung wie möglich.

Informationen unter: schneller-durch-hamburg.de dialog.hochbahn.de, Telefonische Anfragen oder Beschwerden: T 328 827 23 (Montag bis Freitag 9 bis 18 Uhr) oder u4-horn@hochbahn.de

 

So soll die neue Haltestelle Horner Rennbahn nach Fertigstellung aussehen
Grafik:
Hochbahn

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