2. Oktober 2021
Billstedt

Stolpersteine und Billstedter Geschichte

Geschichtswerkstatt unternimmt Rundgänge

Auf den Spuren jüdischer Geschichte in Billstedt: Die Familie Laser vor ihrem Geschäft in der Billstedter Hauptstraße Fotos: Geschichtswerkstatt Billstedt

Auf den Spuren jüdischer Geschichte in Billstedt: Die Familie Laser vor ihrem Geschäft in der Billstedter Hauptstraße Fotos: Geschichtswerkstatt Billstedt

BILLSTEDT Das gute Wetter noch ausnutzen für einen Spaziergang oder eine Rundfahrt auf den Spuren der Billstedter Geschichte, das ist mit der Geschichtswerkstatt Billstedt möglich. Am Sonntag, 17. Oktober startet im Rahmen des Tags der Hamburger Geschichtswerkstätten die Rundfahrt „Billstedt jenseits der Klischees“.

Hier können Anwohner und Interessierte den Stadtteil von einer völlig anderen Seite kennenlernen. Start ist am Kultur Palast, Öjendorfer Weg 30a um 11 Uhr. Die Fahrradtour dauert drei Stunden, die Teilnehmer kommen mit dem eigenen Bike. Am selben Tag steht am Nachmittag „Das Arbeiterquartier Schiffbek in der Weimarer Republik“ im Fokus. Der Rundgang informiert über historische Zusammenhänge im Vorfeld der nationalsozialistischen Machtergreifung. Start ist wieder der Kultur Palast, die Teilnehmer sollten zwei Stunden Zeit für den historischen Spaziergang einplanen. Um 16 Uhr geht es los.

Am Sonntag, 31. Oktober plant die Geschichtswerkstatt Billstedt um 14 Uhr einen „Spaziergang zu den Billstedter Stolpersteinen“. Bei diesen handelt es sich um kleine Bronzetafeln, die auf Initiative des Künstlers Gunter Demnig dort verlegt werden, wo Opfer des Nationalsozialismus ihren letzten frei gewählten Wohnsitz hatten. Die Finanzierung der Verlegung erfolgt durch private Initiativen vor Ort. Mit bisher über 75.000 verlegten Stolpersteinen ist das im Jahr 1996 gestartete Projekt das größte dezentrale Mahnmal der Welt. Im Bereich der Geschichtswerkstatt Billstedt sind bisher insgesamt 19 Stolpersteine verlegt worden. Sie erinnern an jüdische Mitbürger und Geschäftsleute wie das Ehepaar Isenberg, an sozialdemokratische und kommunistische Widerstandskämpfer wie Catharina Corleis und Fiete Schulze, an die aus Russland verschleppte Zwangsarbeiterin Ljuba Androssowa und Euthanasie-Opfer wie Frieda Brütt und Erich Kistner. Start für den historischen Spaziergang ist wieder der Kultur Palast, die Zeitdauer: drei Stunden.

So, 17. Oktober 11 und 16 Uhr, So 31. Oktober, 14 Uhr, Treffpunkt jeweils am Kultur Palast Öjendorfer Weg 30a,
Teilnahme kostenlos, Anmeldung erforderlich unter info@geschichtswerkstatt-billstedt.de oder T 646 172 38

Der Rundgang am 31. Oktober führt auch zu den Stolpersteinen für das Ehepaar Isenberg
Der Rundgang am 31. Oktober führt auch zu den Stolpersteinen für das Ehepaar Isenberg

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