2. April 2022
Billstedt

Postbank-Netz weiter auf Schrumpfkurs

Filiale in Hamm wird geschlossen

Die Hammer Filiale sieht nicht ausgestorben aus Foto: Timm

BILLSTEDT/HAMM Postbankkunden müssen in Hamm ab 8. April eine neue Filiale suchen. Der Schritt der Deutschen-Bank-Tochter gehört zu einem bundesweit laufenden Schrumpfungsprozess.

Auch vormittags zur besten Arbeitszeit kommen Leute. Die Postbankfiliale am Hammer Baum scheint begehrt zu sein. Kunden können nicht nur ihr Konto betreuen lassen, sondern auch Briefe, Päckchen und Pakete aufgeben. Noch.

Wie die Postbank mitteilt, öffnet diese Filiale am 8.
April zum letzten Mal. Post- und Paketgeschäfte können ab
5. April in der neuen „Partner-Filiale“ in der Borgfelder Straße 81 erledigt werden. Die nächsten Postbankfilialen seien an der Wandsbeker Schlossstraße und in der Mönckebergstraße 7 zu finden. Finanzberatung sei aber auch zu Hause möglich.

Postbanksprecher Oliver Rittmaier spricht von wirtschaftlichen Gründen. Sein Haus überprüfe „auf Basis des Kundenverhaltens laufend ihr Vertriebsnetz“. Mit der Deutschen Post habe man sich darauf verständigt, die für 2024/25 geplanten Schließungen zusätzlich zu den ohnehin geplanten im Jahr 2023 vorzunehmen. Derzeit sind es rund 700 Filialen bundesweit, bis voraussichtlich Ende 2023 sollen es dann 550 sein.

Die Billstedter Filiale, durch einen Brand stark beschädigt und seit Ende Februar geschlossen, wird aber repariert und wieder eröffnet. Es gebe derzeit keine Planungen, Billstedt zu verlassen, so Rittmaier. Gebrannt hat es im SB-Bereich, auch die Geräte dort müssten ersetzt werden. Die Filiale selbst habe keine unmittelbaren Brandschäden, sei aber durch Ruß und Qualm stark in Mitleidenschaft gezogen; sie müsse gereinigt und renoviert werden. Eröffnet werden soll in diesen Tagen.

Eher ablehnend reagiert Rittmaier allerdings auf die Frage, wie viele Mitarbeiter durch die Schließung in Hamm ihren Job verlieren würden. Es gebe keine Entlassungen, die wegfallenden Stellen würden im Rahmen betrieblicher Vereinbarungen „sozialverträglich“ abgebaut.

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