2. Oktober 2021
Billstedt

Ein Holzhaus mit Angeboten für alle

Neuer Treffpunkt für Östlich Haferblöcken

Stadt Hamburg, Bezirk Mitte und Bauherrin Sprinkenhof ließen die „Grundsteinhülse“ für das Haus der Begegnung in ein Plastikrohr ein

Stadt Hamburg, Bezirk Mitte und Bauherrin Sprinkenhof ließen die „Grundsteinhülse“ für das Haus der Begegnung in ein Plastikrohr ein

BILLSTEDT Ende vergangener Woche wurde am Neubaugebiet Östlich Haferblöcken der Grundstein für das neue Haus der Begegnung gelegt.

Das weitgehend aus Holz errichtete Gebäude soll, so der Bezirk Mitte, „zukünftig ein Ort mit sozialen Angeboten und gemeinschaftlichen Räumen für die Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers“ sein. Menschen aus der Flüchtlingsunterkunft mit der Perspektive Wohnen (UPW) waren allerdings nicht eingeladen worden.

Dafür kam Prominenz: Die Senatoren Dorothee Stapelfeldt und Andreas Dressel (beide SPD), Bezirksstaatsrat Andreas von Vogel, Stadtplanungsamtsleiter Michael Mathe und Thomas Strang von der städtischen Sprinkenhof GmbH, die für den Bau verantwortlich ist.

Stadtentwicklungssenatorin Stapelfeldt machte deutlich, nicht an allen UPW-Orten habe es einen Beteiligungsprozess wie in Billstedt gegeben. Finanzsenator Dressel fand es wichtig, dass nicht nur Wohnungen, sondern auch ein Ort der Begegnung entsteht. Explodierende Holzpreise hätten zuletzt noch zu einem „Gap“ in der Finanzierung geführt, das aber geschlossen worden sei. Für Michael Mathe ist das Haus „ein Schlüsselprojekt unserer Quartiersentwicklung“, auch für den zweiten Bauabschnitt des Quartiers seien die ersten Genehmigungen erteilt worden.

Sprinkenhof-Prokurist Strang offerierte, das Haus werde 600 Quadratmeter Nettonutzfläche haben. Fertig sein soll alles Ende 2022, dann wird sich die Johann-Wilhelm-Rautenberg-Gesellschaft um den Betrieb kümmern.

Dass das Quartier Östlich Haferblöcken heftig umstritten war, ist kein Geheimnis. Bislang gibt es mehr Bauplätze als fertige Häuser, werktags vormittags sind hier vor allem Jogger und Hundeausführer unterwegs, die Straße Haferblöcken wird offensichtlich nach wie vor als Schleichweg aus und nach Jenfeld genutzt.

Immerhin: Die Bezirksversammlung hatte in ihrer September-Sitzung die Bestätigung eines Beschlusses aus dem Hauptausschuss auf dem Tisch, nach dem die sogenannte „Vorweggenehmigungsreife“ – eine Art Vorbeschluss, mit dem gebaut werden kann – für den Bebauungsplan Billstedt 113 (östlich Haferblöcken) erreicht werden sollte. Michael Mathe erklärte am Rand der Grundsteinlegung, dass diese Reife nun bestehe.

Der Blick ins bisher Gebaute zeigt, wie viel noch zu tun ist Fotos: fbt
Der Blick ins bisher Gebaute zeigt, wie viel noch zu tun ist Fotos: fbt

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