22. Mai 2021
Billstedt

Anwohner verärgert über „Horrorstraße“

Wittdüner Weg komplett kaputtsaniert

Die Anwohner des Wittdüner Wegs sind verärgert. Hier kann man nur noch im Zickzack zum Haus manövrieren. Die Schlaglöcher wurden einfach immer wahllos zugeschüttet Foto: Grell

BILLSTEDT Die Anwohner vom Wittdüner Weg in Billstedt fühlen sich „von den Behörden verschaukelt“, denn ihre stark beanspruchte Straße, die in den vergangenen Jahren immer mehr Schlaglöcher aufwies, wurde komplett kaputtsaniert.

„Hier wurde einfach immer wahllos Schotter und Sand aufgeschüttet, ohne die Konsequenzen zu durchdenken“, ärgern sich die Anwohner, deren Vorgärten jetzt regelmäßig unter Wasser stehen. „Hier kann der Regen nicht mehr abfließen, weil die Siele zugeschüttet wurden und durch die erhöhte Straßenlage läuft uns das Wasser jetzt direkt auf die Grundstücke.“
Die Anwohner des 600 Meter langen Abschnitts fordern eine sofortige Verbesserung ihrer Straße, damit sie nicht mehr im Zickzack zu ihren Häusern manövrieren müssen.

Eine Anwohnerin traf es sogar besonders hart. Als ihr Mann nur noch mit dem Gehwagen unterwegs sein konnte, wurde es für ihn unmöglich, das Haus überhaupt noch zu verlassen. Die Bewohner des Wittdüner Wegs sind sich sicher, dass es so ein Straßenbild in Hamburg kein zweites Mal gibt.

Die Kosten für eine komplette Sanierung sollen – laut Anfrage der CDU des Bezirks – jetzt sogar auf die Bewohner anteilig angerechnet werden. „Das sehen wir natürlich überhaupt nicht ein“, so die aufgebrachten Bürger. Sie wollen nicht mit eigenen Mitteln dafür geradestehen, „was die Stadt hier in Jahren kaputtsaniert hat“. Das ständige neue Befüllen der Schlaglöcher habe zu nichts anderem geführt als der Entstehung „einer finnischen Seenlandschaft“, scherzen die Nachbarn, denen ein Stück Humor noch erhalten geblieben ist. Eine Straße ohne Gehweg, die kaum befahrbar ist, sei keinem Bürger zumutbar, so das einstimmige Urteil aus dem Wittdüner Weg.

Seit Jahren ziehe sich der Fall schon hin und eine Baustelle im Oststeinbeker Weg und das ständige Einfahren von Lkw habe dem ganzen noch den Rest gegeben. „Wir fordern die Stadt jetzt auf zu handeln, und zwar auf eigene Kosten“, denn diese Straße sei unzumutbar.

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