28. Mai 2022
Ohlsdorf

Diese Frau zieht jetzt die Register

Johanna Veit ist die neue Kantorin in St. Marien und St. Lukas

Je nachdem, welche Register man zieht, bekommt man eine einmalige Klangkombination“, weiß die neue Kantorin Johanna Veit Foto: privat

OHLSDORF Mehrere Chöre und gleich zwei schöne Orgeln – etwas Schöneres kann sich Johanna Veit zum Berufsstart gar nicht vorstellen.

Die 26-Jährige ist bereits seit März die neue Kantorin der Kirchengemeinden St. Lukas in Fuhlsbüttel und St. Marien in Ohlsdorf. „Es ist eine tolle Stelle für den Einstieg ins Berufsleben“, sagt die junge Frau.

Aufgewachsen in einer musikalischen Familie, kam sie schon recht früh mit der Musik – auch in der Kirche – in Verbindung. „Ich bin in Stade aufgewachsen und habe dort im Kirchenchor gesungen“, erzählt sie. Auch die Liebe zur Orgel wurde dort geweckt. Mittlerweile steht Johanna Veit kurz vor dem Abschluss ihres Kirchenmusik-Masterstudiums.

Orgelmusik kann auch fröhlich sein

„Die Orgel kann ein Klangkarussell sein, nicht nur schwermütig, auch lustig. Entscheidend ist, welche Töne ihr die Organistin entlockt“, sagt sie und vergleicht das Musizieren auf dem Instrument mit dem Kochen: „Man wirft ja auch nicht alles in einen Topf, sondern nur gewisse Zutaten. Bei der Orgel zieht man verschiedene Register, um eine bestimmte, und jeweils einmalige Klangkombination zu erhalten.“

In den Gemeinden wurde Johanna Veit herzlich aufgenommen, es befindet sich viel im Um- und Aufbruch: „Es ist eine spannende Zeit, ich freue mich auf meine Arbeit.“ Neben einem aktiven Kinderchor könnte in Zukunft noch ein zweiter oder gar ein Jugendchor aufgebaut werden.
Auch die Kirchenmusikvermittlung wird eine zentrale Rolle in ihrer Arbeit spielen. „Das ist aber auch abhängig von den Menschen, die sich in den Gemeinden engagieren. Und ich möchte auch schauen, was Gemeinde und Stadtteil noch gebrauchen könnten“, sagt die Kantorin lächelnd.

Auch interessant