4. Dezember 2021
Hamburg-Nord

Drei Stimmen aus Hamburg-Nord

Die gewählten Abgeordneten des Bundestages positionieren sich

Köpfe

Christoph Ploß (CDU), Katharina Beck (Die Grünen), Dorothee Martin (SPD) (v.l.)

HAMBURG-NORD/BERLIN Der Koalitionsvertrag steht, die Bildung einer neuen Bundesregierung scheint nur noch Formsache.

„Der Koalitionsvertrag ist mehr als nur eine Regierungsgrundlage für die nächsten vier Jahre. Er hat das Potenzial, unser Land und unsere Gesellschaft nachhaltig zu modernisieren, fit für die Zukunft zu machen und den Menschen dabei auch Sicherheit zu geben“, sagt Dorothee Martin von der SPD. Sie gewann den Wahlkreis mit 30,7 Prozent der abgegebenen Stimmen. Die Hamburgerin war in der Verhandlungsgruppe Mobilität aktiv. „Kurzfristig wird der Hamburger ÖPNV von der Zusage profitieren, dass die pandemiebedingten Einnahmeausfälle auch 2022 ausgeglichen werden.

Grünen-Politikerin Katharina Beck, sie belegte bei der Bundestagswahl mit 25,7 Prozent Platz zwei in Hamburg-Nord, gibt sich zuversichtlich: „Mit meinen 14 Jahren Wirtschaftserfahrung und als langjährige Sprecherin der Bundesarbeitsgemeinschaft Wirtschaft und Finanzen der Grünen freue ich mich besonders, dass wir Wirtschaft und Klimaschutz endlich zusammen denken. Mit dem grün geführten Wirtschafts- und Klimaministerium werden wir den Wirtschaftsstandort Deutschland in eine prosperierende Zukunft führen.“

Naturgemäß „dagegen“ ist Christoph Ploß. Der Kandidat der CDU erreichte nur 23,8 Prozent der Erstwählerstimmen. Nach 16 Jahren in der Regierungsverantwortung findet sich die CDU nun in der Opposition wieder. „Der Koalitionsvertrag liest sich wie ein Potpourri aus Vorschlägen vom linken Wunschzettel, eine liberale und bürgerliche Handschrift lässt sich kaum erkennen.“

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