7. Januar 2023
Hamburg-Nord

Bezirksversammlung zieht den Stecker

Geringes Interesse an Livestream der Sitzungen

Versammlung

Die Sitzungen der Bezirksversammlung Hamburg-Nord sind ab diesem Jahr nur noch vor Ort mitzuverfolgen. Der Livestream auf YouTube wird abge-schaltet Foto: Olaf Jenjahn

HAMBURG-NORD In Zeiten der Corona-Pandemie wurden die Sitzungen der Bezirksversammlung Hamburg-Nord aufgrund der Abstandsregelungen nicht im Bezirksamt, sondern in der Alsterdorfer Sporthalle durchgeführt. Das ist nun nicht mehr nötig, weil die entsprechenden Vorschriften aufgehoben wurden.

Die nächste Sitzung des Gremiums findet am 19. Januar, 18 Uhr, wieder im Großen Sitzungssaal statt, der über den Eingang Robert-Koch-Straße 17 erreichbar ist. Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, vor Ort an der Sitzung teilzunehmen. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Die Bürger haben die Möglichkeit, Fragen an die Politik zu stellen. Bis um 16 Uhr des Vortages der Sitzung muss diese per E-Mail an bezirksversammlung@hamburg-nord.hamburg.de eingegangen sein. Der Sachverhalt sollte kurzgefasst sein, die Frage und eine mögliche Nachfrage werden dann in der Fragestunde verlesen.

Abgeschafft wird die Liveübertragung der Sitzungen auf YouTube. „Diese Möglichkeit ist mit viel Aufwand und hohen Kosten verbunden, wurde jedoch nur von sehr wenigen Bürgern genutzt“, teilt die Pressestelle des Bezirksamt Hamburg-Nord mit.

Auf Nachfrage des Wochenblatts ergänzt Isabel Permien, Grüne und Vorsitzende der Bezirksversammlung: „Zuletzt hat eine Übertragung der Sitzung 1177 Euro gekostet. Dieses Angebot stieß allerdings nur auf wenig Interesse mit maximal zehn Zuschauern. Aus diesem Grund hat der Ältestenrat der Bezirksversammlung beschlossen, die Übertragungen zu beenden. Das ist keine Entscheidung der Grünen“.

Im Vergleich zum monatlichen Talkformat des Bezirksamtsleiters Michael Werner-Boelz (Grüne) auf der gleichen Plattform sind Kosten und Aufwand deshalb so hoch, weil die Liveübertragungen der Sitzungen lediglich live und nicht als Aufzeichnung zu sehen war. „Eine Aufzeichnung war aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht machbar“, sagt Permien.

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